GMHütte will 10 Hektar kaufen Hüttenstadt plant größtes Baugebiet seit 2006

Bis Ende März  soll feststehen, ob die Stadt mehr als zehn Hektar im Bereich Südring/Forstweg erwirbt, die bisher als landwirtschaftliche Fläche genutzt werden. Dies würde in zentraler Lage neue städtebauliche Perspektiven eröffnen. Im Hintergrund sind das Panoramabad und das Schulzentrum mit dem Gymnasium Oesede zu sehen.Foto: Michael GründelBis Ende März soll feststehen, ob die Stadt mehr als zehn Hektar im Bereich Südring/Forstweg erwirbt, die bisher als landwirtschaftliche Fläche genutzt werden. Dies würde in zentraler Lage neue städtebauliche Perspektiven eröffnen. Im Hintergrund sind das Panoramabad und das Schulzentrum mit dem Gymnasium Oesede zu sehen.Foto: Michael Gründel

Georgsmarienhütte. Die aktuelle Situation, dass GMHütte Bauinteressenten keine Grundstücke anbieten kann, dürfte sich in absehbarer Zeit ändern. Die Stadt verhandelt gerade über den Kauf von insgesamt mehr als zehn Hektar in zentrumsnaher Lage an Forstweg und Südring.

Es scheint in GMHütte auf einmal richtig Bewegung in die Ausweisung neuer Baugrundstücke zu kommen. Zwar ist offen, ob der Stadtplanungsausschuss am kommenden Montag den Aufstellungsbeschluss für Einstieg in die Entwicklung eines Baugebiets in einem rund sieben Hektar großen Bereich südlich der Wellendorfer Straße befürwortet, wo das Unternehmen SD Automotive Wohnraum entwickeln will. Aber die Stadt hat aktuell noch eine höchst interessante Fläche im Blick: Ein mehr als zehn Hektar großes Areal hinter dem Schulzentrum zwischen Carl-Stahmer-Weg, Südring und Forstweg, das bisher landwirtschaftlich genutzt wird. Mehr als 150 Bauplätze könnten hier entstehen. Das wäre das größte Baugebiet seit mehr als zehn Jahren.

Grünes Licht für Kaufverhandlungen

Am Mittwochabend hat der mögliche Erwerb auch auf der Tagesordnung der ersten Sitzung des nicht-öffentlich tagenden Verwaltungsausschusses (VA) im neuen Jahr gestanden. Dort ist, wie aus dem Rathausumfeld zu hören ist, die Verwaltung beauftragt worden, die Verhandlungen mit dem Flächeneigentümer fortzusetzen.

Das Vorhaben wird von der Politik aufgrund der Größe der Fläche als „große Herausforderung“ angesehen. Vor allem die Grünen sollen deshalb die Notwendigkeit sehen, hier zunächst ein städtebauliches Konzept zu entwickeln, bevor über den Kauf entschieden wird.

Wie ein Grünen-Vertreter auf Anfrage erklärte, dürften neben Bauflächen auch noch weitere Infrastrukturüberlegungen notwendig sein. Dies könnte bis zu Überlegungen gehen, den Bereich möglicherweise zu nutzen, um über neue Schulstrukturlösungen nachzudenken. Doch es gibt ein enges Zeitfenster.

Insgesamt scheint sich die Politik aber einig, die Chance zu nutzen, eine so zentral gelegene Fläche erwerben zu können und über ganz neue Möglichkeiten bei der Zentrumsentwicklung zu verfügen. Bereits Mitte der 90er Jahre hat es schon einmal Gespräche hinsichtlich eines Erwerbs des Bereichs gegeben, die damals aber zu keinem Ergebnis geführt haben.

Entscheidung bis Ende März

Jetzt bietet sich eine neue Option, da der Eigentümer das Angebot hat, den landwirtschaftlichen Betrieb zu verlagern. Bereits bis zur Ratssitzung im März soll es Klarheit geben, ob ein Kaufvertrag möglich ist.


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