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Treffpunkt vieler Gruppen Stiftung Lauter fördert Renovierung von Maries Hütte

Von Petra Pieper | 19.09.2019, 17:17 Uhr

Frisch gestrichene Wände, ein strapazierfähiger Fußboden, ein neues Sofa und selbstgenähte Vorhänge – „Wohnzimmer“ und Büro im Familienzentrum Maries Hütte strahlen nach einer gründlichen Renovierung, die zum großen Teil von der landkreiseignen Stiftung „Lauter“ finanziert wurde, soliden Charme aus.

Das Wohnzimmer wird häufig genutzt, von Selbsthilfegruppen, Flüchtingsfrauen mit ihren Kindern, stillenden Müttern und andere Gruppen. „Irgendwann ist der Lack ab und es muss etwas Neues her“, erzählt Heike Multhaupt, eine der beiden Vorstandsfrauen des Trägervereins. Äußerst hilfreich sei da der Hinweis von Kreistagsmitglied Christoph Ruthemeyer gewesen, der auf die kreiseigene Lauter-Stiftung aufmerksam gemacht hatte.

Zweck der Stiftung ist die Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien im Landkreis. Das können Projekte der Jugendarbeit, Bildungsangebote, Integrationsprojekte und Maßnahmen zur Stärkung sozialer Grundtugenden sein, letztlich alles, was die Lebenssituation von Kindern und Familien verbessert. Das Kuratorium der Stiftung entscheidet dreimal jährlich über die Vergabe von Beträgen zwischen 500 und maximal 5000 Euro. Für Maries Hütte wurden 2000 Euro bewilligt.

Handwerker nahmen sich der Wände und Böden an, während Teilnehmer verschiedener Gruppen, unter anderem des „Treffpunkts Deutsch“, Möbel aus- und einräumten oder Gardinen nähten. „Wir freuen uns sehr, dass nun alles wieder frisch und ansehnlich ist“, erklärte Heike Multhaupt gegenüber den Kreistagsabgeordneten Martin Dälken, Sandra Wallenhorst und Christoph Ruthemeyer, die sich dieser Tage einen Eindruck von der Renovierung verschafften.

Auch die Mitglieder des „Internationalen Frauentreffs“, die sich jeden Donnerstag von 14 bis 16 Uhr im Wohnzimmer treffen, sind sehr angetan von der freundlichen Umgebung. „Hier haben wir Kontakte zu Deutschen und können erproben, was wir im Deutschkurs gelernt haben“, berichten Alife aus Syrien und Shokoufa aus dem Iran. Auch Sabine Bayzin schätzt die Treffen: „Wir sind eine sehr fröhliche Gruppe und die Frauen sind sehr interessiert, deutsche Sprache und Lebensweise kennenzulernen.“

Beim letzten Treffen haben sie unter Anleitung von Bäckerin Anika Obermeyer deutsches Mischbrot mit Körnern gebacken. An anderen Tagen werden Sprachspiele, Musik und Tanz oder deutsche Bräuche, wie zum Beispiel Geburtstag feiern, in den Mittelpunkt gerückt. Die Gruppe würde sich über weitere Teilnehmer sehr freuen.

Übrigens: Der Begriff „lauter“ mag altmodisch klingen, aber er bezeichnet eine Wertkonstante: Anständigkeit und Aufrichtigkeit oder, modern formuliert: Fairness.

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