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Waldbestattung teilweise möglich SPD Geeste begutachtet Friedhöfe der Gemeinde

Von PM. | 29.05.2017, 21:46 Uhr

Die SPD Geeste hat sich auf einer Rundreise mit dem Friedhofswesen der Gemeinde beschäftigt und geprüft, ob und wo Waldbestattungen möglich sind.

Schon vor einiger Zeit hätten sich die Mitglieder der SPD-Fraktion mit den heute üblichen Bestattungsformen befasst und sich die Frage gestellt, ob in Geeste auch eine Waldbestattung möglich sein könnte, heißt es in einer Pressemitteilung. Nach der Inaugenscheinnahme der Friedhöfe in Meppen sei man sich schnell einig gewesen und habe den Antrag an den Rat der Gemeinde Geeste gestellt, die Verwaltung damit zu beauftragen, die Möglichkeiten einer Waldbestattung auch in Geeste zu ermitteln.

Dies geschah auch und nach dieser theoretischen Aufklärung trafen sich die Fraktionsmitglieder nun mit den beiden Geistlichen, Pfarrer Jürgen Altmeppen und Pastor Thorsten Jacobs, auf dem evangelischen Friedhof in Dalum. Der Kirchenvorstandsvorsitzende der evangelischen Kirche, Manfred Rogin, erläuterte die Situation auf dem Friedhof.

Hier sind wie auch auf den anderen Friedhöfen die herkömmlichen Erdbestattungen wie auch Urnenbestattungen und Rasengräber möglich. Fläche stehe genügend zur Verfügung, da immer häufiger die Urnenbestattung nachgefragt werde, sagte der Vorsitzende.

SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Kramer brachte die Form der Waldbestattung ins Gespräch. Auf dem evangelischen Friedhof sei man schon seitens des Kirchenvorstandes diesbezüglich tätig geworden und habe ein Areal ausgewiesen auf dem die sogenannte Baumbestattung erfolgen könne. Die Planungen seien zwar noch nicht abgeschlossen doch man rechne in Kürze, Mitte des Jahres 2017, mit der Verwirklichung dieses Vorhabens. Einigung bestehe schon seit langem im Kirchenvorstand, sagte der Vorsitzende Rogin.

Auf dem Areal stehe ein Baum von dem aus strahlenförmig die Urnengräber angeordnet würden. Da eine anonyme Bestattung nicht gewünscht sei, werde um diesen Baum eine Metallringanlage entstehen, auf der Namensschilder angebracht werden.

Bestattungen überall möglich

Im weiteren Verlauf der Bereisung wurde festgestellt, dass die dargestellten Formen der Bestattungen überall möglich sind und auch die katholischen Kirchenvorstände befassen sich mit dem Thema der Baumbestattung, so die Ausführungen von Pfarrer Jürgen Altmeppen. Ausreichend Platz sei auf allen Friedhöfen vorhanden. In Dalum, wie auch Groß Hesepe habe man noch einige Baumaßnahmen im Plan und daraus ergäben sich durchaus Möglichkeiten, Baumbestattungsflächen bereitzustellen.

Eine Besonderheit besteht im Ortsteil Geeste bei der St. Antonius Kirchengemeinde. Auf dem Friedhof befindet sich direkt neben der Marienkapelle auf einer Anhöhe ein Areal, dass einem kleinen Wald gleichkommt und somit bestens geeignet erscheint, Baumbestattungen zuzulassen. Die Geester SPD-Ratsmitglieder Peter Rolfs und Franz Günnemann waren sich der Mitteilung zufolge mit Pfarrer Altmeppen einig, dass man hier einem Friedhofswald kleineren Ausmaßes sehr nahe komme.

Die Friedhöfe lassen Bestattungen von Menschen aus anderen Ortsteilen zu und somit bräuchte man nicht auf andere, entfernte Friedhofswälder zurückgreifen wie zurzeit, meinte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Manfred Ketter.

Viele Möglichkeiten

Zum Abschluss wurde die neue Friedhofskapelle und dem Friedhof in Osterbrock besichtigt. Einig war man sich über das hervorragend gelungene Gebäude, das den neusten Anforderungen absolut entspreche und sich ansehnlich einfüge. Auch in Osterbrock gibt es eine Fläche, die sich geradezu anbiete, für ein Baumbestattungsareal genutzt zu werden. Am Standort der alten Friedhofskapelle besteht nach SPD-Meinung „durchaus die Möglichkeit bis zu drei Bäume zu pflanzen, die analog dem evangelischen Friedhof in Dalum genutzt werden könnten.“

Einen Friedhofswald einzurichten wolle man zwar nicht aus den Augen verlieren, doch die vielfältigen Möglichkeiten und Planungen auf den Friedhöfen in Geeste zeigten, „dass wir auf dem richtigen Weg sind“, heißt es.