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Überraschung im Rat 91 Prozent der Haushalte in Geeste bis Ende 2018 am Glasfasernetz

Von Georg Hiemann, Georg Hiemann | 29.09.2017, 17:22 Uhr

Bis Ende 2018 sollen 91 Prozent aller bisher unversorgten Häuser in der Gemeinde Geeste an ein Glasfasernetz angeschlossen sein. Danach folgen noch etwa fünf Prozent, die restlichen Einzelhäuser können sich über Richtfunkmasten anschließen. Mit dieser Nachricht überraschte Bürgermeister Helmut Höke die Geester Ratsmitglieder.

Genauere Einzelheiten könne die Gemeinde erst im Oktober mitteilen. Aber die Verhandlungen mit dem Landkreis und verschiedenen Anbietern habe Folgendes ergeben: Die Deutsche Glasfaser wird das Netz in den jeweiligen Ortskernen ausbauen, Innogy SE wird die Haushalt, die bisher unter 30 MB Leistung liegen, ebenfalls an das Glasfasernetz anschließen. Die restlichen Einzelgebäude in der Gemeinde Geeste sollen über Richtfunkmasten der EmslandTel.Net auch in das digitale Zeitalter geführt werden. Förderprogramme des Bundes, Landkreises sowie Mitfinanzierung durch die Gemeinde selbst ermöglichen diesen Quantensprung. „Ende Oktober werden wir eine genaue Karte über den Ausbau vom Landkreis erhalten“, kündigte Höke an. Keine Fortschritte gebe es zurzeit allerdings in der Mobilfunkversorgung. „Hierfür kann ich heute nur die Schulnote 4-5 verteilen“, kritisierte der Bürgermeister. „Aber wir werden verstärkt angreifen“, kündigte er an, auch hier durch weitere Anstrengungen eine Verbesserung zu erreichen.

Perspektivplan

Ohne Diskussion wurde der vorgelegte Perspektivplan für die Kindertagesstätten, der jährlich angepasst und fortgeschrieben werden soll, in der Gemeinderatsversammlung zur Kenntnis genommen. Aufgrund der aktuellen Daten des Melderegisters wurde erstmalig ein Perspektivplan für die Gemeinde mit ihren fünf Kindertagesstätten erstellt. Bürgermeister Höke wies noch einmal darauf hin, dass sich die Nachfrage bzw. der Bedarf an Krippenplätzen stetig erhöhe. Dem werde mit entsprechenden Bau- bzw. Neubaumaßnahmen entsprochen (wir berichteten).

Der Förderverein der Bonifatiusschule Dalum hat erneut in den Schuljahren 2015/2016 und 2016/2017 Anschaffungen finanziert und Projekte durchgeführt. Der Rat genehmigte einstimmig die entsprechenden Sachzuwendungen. Ebenso den Abschluss einer Fördervereinbarung mit der innogy Netze Deutschland GmbH über die Umrüstung einer alten Flutlichtanlagenbeleuchtung auf der Sportanlage im Ortsteil Klein Hesepe. Das Unternehmen will die neue Flutlichtanlage mit 62% fördern, maximal mit 16.750 Euro.

Neujahrsempfang

Zum ersten Mal wird der Neujahrsempfang der Gemeinde Geeste am 14. Januar 2018, ab 11 Uhr, in der Deichkrone am Speichersee durchgeführt. Beim Neujahrempfang werden einerseits die verdienten Sportler der Gemeinde und andererseits stellvertretend für die vielen ehrenamtlich Tätigen aus jedem Ortsteil eine Person geehrt. Der Touristikverband Emsland wird aufgelöst und liquidiert. Dafür wird eine Tourismusförderungsgesellschaft des Landkreises gegründet. Die Gemeinde Geeste als ein Mitglied stimmte dem zu. Zum Antrag der SPD-Fraktion auf Förderung der Elektromobilität in der Gemeinde Geeste, den Ratsfrau Veronika Peters vortrug, beschloss der Rat einstimmig das Folgende. Die Gemeinde wir die Erstellung des Elektromobilitätskonzeptes durch den Landkreis unterstützen und anschließend gemeinsam mit ihm die Realisierung voranbringen. Die Beratung über den Antrag der UWG-Fraktion auf Erstellung einer Baumschutzsatzung, den Dr. Christoph Evers vortrug, wurde einstimmig in die Fraktionen zur weiteren Beratung verwiesen. Georg Kater erinnerte daran, dass ohnehin keine Bäume in der Gemeinde gefällt wurden und werden, ohne im Rat und in den Ausschüssen darüber zu entscheiden.

Unter Verschiedenes wurde u. a. noch einmal die Situation im Fliederweg sowie im Irisweg angesprochen. Hier leiden die Anwohner bei starken Regenfällen unter zu viel Wasser. Höke wies darauf hin, dass man nicht nur eine Lösung für den Fliederweg, sondern für einen größeren Bereich anstrebe und zusätzlich eine Entwässerungsleitung plane. Allerdings müsse der Landkreis bzw. die Untere Wasserbehörde noch zustimmen.