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Öl und Salzwasser laufen aus Leck in einer Leitung auf einem Bohrplatz im Erdölfeld Rühlermoor

Von Manfred Fickers | 26.04.2013, 12:18 Uhr

Durch ein Leck in einer Rohrleitung sind im Erdölfeld Rühlermoor auf einem Bohrplatz in der Gemeinde Geeste rund 1,2 Kubikmeter Nassöl ausgetreten. Es besteht zu etwa vier Prozent aus Rohöl und zu 96 Prozent aus Lagerstättenwasser.

Mitarbeiter der ExxonMobil Production Deutschland GmbH ( EMPG ) hatten am Montag, 22. April, den Austritt von Nassöl an einer 4-Zoll-Stahlleitung auf dem Platz der Erdölbohrung „Rühlermoor 236“ festgestellt und unverzüglich der Bergbehörde gemeldet, teilt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie ( LBEG ) mit. Durch den vorherrschenden Wind hatte sich das Salzwasser als feiner Sprühnebel auf einer Fläche von circa 100 Quadratmetern über den asphaltierten Bohrplatz ausgebreitet. Die von der EMPG beauftragten Fachunternehmen haben sofort mit den Reinigungsarbeiten begonnen. Dabei wurde der mit Lagerstättenwasser verunreinigte Boden abgetragen. Zum Nachweis des Sanierungserfolges wird ein Bodengutachter Beprobungen der betroffenen Flächen vornehmen, kündigte das Landesamt an.

Die schadhafte Leitung sei bei Entdeckung des Schadens sofort zur Reparatur außer Betrieb genommen worden. Das schadhafte Leitungsstück wurde inzwischen herausgeschnitten und ersetzt, teilte am Freitag die EMPG auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Das LBEG hat als Aufsichtsbehörde die Untersuchungen zur Schadensursache aufgenommen und die Untere Wasserbehörde des Landkreises Emsland sowie die Gemeinde Geeste in Kenntnis gesetzt. Einen ähnlichen Leitungsschaden hatte es Ende Dezember 2012 im benachbarten Ölfeld Georgsdorf gegeben.