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Neues Baugebiet in Geeste Seniorenwohnanlage mit Tagespflege für Osterbrock

Von Georg Hiemann, Georg Hiemann | 30.09.2016, 11:38 Uhr

Im Ortskern von Osterbrock will ein Investor auf einer Teilfläche des ehemaligen Betriebsgeländes Kessener eine Seniorenwohnanlage inklusive Pflegeeinrichtung und Tagespflege errichten. Baubeginn könnte bereits Mitte 2017 sein.

Bekanntlich hat der Servicebetrieb Geeste-Entwicklung-GmbH im Ortskern von Osterbrock eine 11.300 Quadratmeter große Fläche erworben. Seit einem halben Jahr sind die aufstehenden Gewerbegebäude geräumt, zusammen mit den angrenzenden gemeindeeigenen Flächen entstand so eine Baufläche in Größe von 13.300 Quadratmetern. „Auf einer Bürgerversammlung haben die Osterbrocker das Vorhaben des Investors, auf einer Teilfläche eine Seniorenanlage zu errichten, sehr positiv aufgenommen“, betonte Bürgermeister Helmut Höke im Umwelt- und Bauausschuss. Für die Gesamtfläche soll jetzt ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden, wobei die Festsetzungen die vorhandene angrenzende Bebauung berücksichtigen sollen.

„Eine tolle Sache“

Josef Steinkamp (CDU) sagte: „Eine tolle Sache, dass bereits nach kurzer Zeit ein Investor da ist und außerdem noch neue Arbeitsplätze schafft. Wir hoffen jetzt, dass auch bald für die restlichen freien Flächen Investoren gefunden werden“. Ausschussvorsitzender Franz-Josef Sahnen (CDU): „Was ist Osterbrock passiert, ist einmalig. Nach vielen Jahrzehnten sind diese Schandflecke beseitigt und abgeräumt, jetzt kann etwas völlig Neues entstehen“. Einstimmig befürwortete der Ausschuss den Aufstellungsbeschluss sowie den Auslegungsbeschluss für den B-Plan „Östlich der Bahnhofstraße“.

Aufgrund der schwachen Nutzung, bedingt auch durch die Schließung der Josefschule, soll die Fußgängerampel an der K 232 / Hermann-Rüter-Straße in Groß Hesepe beseitigt werden. Hierfür ist allerdings noch die verkehrsbehördliche Genehmigung des Landkreises erforderlich. Die Querungshilfe soll bestehen bleiben. Der Ausschuss befürwortete dieses Vorhaben.

Neues Baugebiet

Der Servicebetrieb Geeste-Entwicklung-GmbH plant im Ortsteil Geeste schon seit längerem die Ausweisung eines neuen Baugebietes, wofür die Änderung des Flächennutzungsplanes notwendig ist, da die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Wohnbaufläche umgewandelt werden muss. Allerdings handelt es sich hier um archäologisch bedeutsame Flächen. Zuerst müssen daher archäologische Funde gesichert und dokumentiert werden, bevor diese Fläche von der Unteren Denkmalschutzbehörde zur Bebauung freigegeben werden kann.

Ansonsten liegen bereits alle notwendigen Gutachten vor, die dieses Gebiet für eine Bebauung als geeignet ansehen. Einstimmig entschied sich der Bauausschuss daher für die Auslegung des Flächennutzungsplans. Nach dem Ende der Ausgrabungen kann dann im Oktober 2017 der Bebauungsplan folgen. „In Geeste liegen nun einmal große Verdachtsflächen für archäologische Funde. Daher müssen wir diese Verzögerungen und die dadurch entstehenden Kosten hinnehmen“, betonte Bürgermeister Helmut Höke. Franz Günnemann: „Das geplante Baugebiet zwischen der Biener Straße und der Straße Am Kottenkamp liegt super. Und wir haben dann wieder ausreichend Bauplätze für Geeste“.