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Neue Praxen und mehr Ärzte Medizinisches Versorgungszentrum entsteht in Dalum

Von Manfred Fickers | 12.12.2015, 12:00 Uhr

Ein Medizinisches Versorgungszentrum wird in Dalum errichtet. Die Gemeinde Geeste stellt dafür in der Ortsmitte neben der Apotheke ein Grundstück zur Verfügung, gab Bürgermeister Helmut Höke gemeinsam mit den Investoren bekannt.

Damit wird ein im Ortsteil Holthausen-Biene der Stadt Lingen erfolgreiches Modell auf Dalum übertragen. Der Arzt Wolfgang Hagemann und sein Kollege Sebastian Bork vom Ärztezentrum in Holthausen-Biene wissen, dass die Kassenärztliche Vereinigung bezogen auf die Gemeinde Geeste von einer Unterversorgung beim medizinischen Angebot ausgeht. So kam der Gedanke auf, eine Filiale in Dalum zu schaffen. Damit fanden sie beim Bürgermeister und seinem Stellvertreter Hans Hanenkamp sowie im Rat sofort Unterstützung. „Es ist eine große Herausforderung, eine gute medizinische Versorgung auf Dauer aufrecht zu erhalten“, sagte Höke bei der Vorstellung der Pläne. Darüber hinaus soll sich der Ortskern von Dalum attraktiv entwickeln. Deshalb fiel die Entscheidung leicht, die Fläche in zentraler Lage in Dalum anzubieten.

Die Planung

Für die Planung ist das Unternehmen B&C Becker GmbH, Architekten und Ingenieure aus Haren-Altenberge verantwortlich. Christoph Becker sagte, dass in dem Gebäude drei Hausärzte und zwei Fachärzte praktizieren können, im Dachgeschoss soll Wohnraum geschaffen werden. Optisch präsentiere es sich zur Meppener Straße hin als zweieinhalbgeschossig, mit rotem Dach und roter Verblendung. Es sei an die ortstypische Bauweise angepasst. Die Wohnungen bekommen Penthouse-Charakter. Im Innern gibt es eine veränderbare Raumeinteilung, die eine Anpassung an gewandelte Bedürfnisse zulässt. 20 Parkplätze werden am Gebäude geschaffen, zu denen es zwei Zufahrten gibt. Höke kündigte an, dass auch das Apothekenumfeld neu gestaltet wird.

Bauantrag eingereicht

Der Bauantrag ist bereits eingereicht. Bauunternehmer Heiner Többen will im kommenden Jahr das Gebäude mit 3100 Kubikmeter umbauten Raum errichten. Es bekommt im Erdgeschoss 240 Quadratmeter Praxisfläche, im Obergeschoss 160 m², dazu gibt es 70 m² gemeinschaftlich genutzte Räume. Unter dem Dach entstehen drei Wohnungen mit zusammen 175 m² Fläche.

Bürgermeister Höke hofft, dass mit dem Medizinischen Zentrum nicht nur der Bestand der Apotheke gesichert wird, sondern sich auch ergänzende Einrichtungen ansiedeln. Die Gemeinde könne noch Erweiterungsmöglichkeiten schaffen. Wolfgang Hagemann wies auf entsprechende Erfahrungen hin.