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Legehennen statt Masthähnchen Gemeinde Geeste unterstützt Bio-Landwirtschaft

Von Manfred Fickers | 15.02.2017, 08:33 Uhr

Der geplante Bau eines Bio-Legehennenstalls mit bis zu 15.000 Plätzen in Groß Hesepe bekommt Unterstützung durch die Gemeinde

 Vor vier Jahren hatte die Gemeinde sogenannten Baufenster festgesetzt , Bereiche, in denen Stallneubauten möglich sein sollen. Das jetzige Vorhaben an der Birkhahnstraße im Ortsteil Groß Hesepe mache eine Änderung des Baufensters nötig, erklärte Britta Düthmann, Fachbereich Planen und Bauen, dem Planungs und Bauausschuss. Ursprünglich war hier ein Hähnchenmaststall mit circa 80.000 Plätzen geplant. Im Vorfeld der Hofübernahme durch den Sohn des Besitzers habe die Familie neu geplant. Denn zu einem Bio-Legehennenstall gehört Freiland mit Obstbäumen und Pflanzinseln für Bäume und Sträucher, was nicht in das festgesetzte Baufenster passt.

„Im Vorfeld wurden intensive Abstimmungsgespräche mit dem Landwirt, dem Planer und dem Landkreis Emsland geführt“, berichteten Düthmann. Jetzt soll der Zuschnitt des Baufensters verändert werden, wodurch sich die Fläche von mehr als 20.000 Quadratmetern auf etwas mehr als 17.000 verringert. Dennoch kann der am Hofgelände vorhandene Grünbestand erhalten bleiben und es besteht für den Landwirt die Möglichkeit, die Rinderhaltung auszuweiten.

Anita Bernotat (CDU) nannte den Lösungsvorschlag eine gute Regelung für die Landwirtefamilie und die Gemeinde. „Dieser Kompromiss nutzt allen“, stellte Franz Günnenmann (SPD) fest. Dem Rat wurde empfohlen, das Baufenster neu abzugrenzen. Bürgermeister Helmut Höke sagte, dass trotz der Festsetzung von Baufenstern den landwirtschaftlichen Betrieben noch Raum für künftige Entwicklung bleibt.