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Helfer jeden Tag im Einsatz 2245 Amphibien in Geeste sicher über Straße geleitet

Von PM. | 27.04.2014, 21:30 Uhr

Geester bauen bereits seit Jahren in ihrer Freizeit an der Landesstraße 67 in Geeste-Siedlung einen Schutzzaun für Amphibien auf. In diesem Jahr halfen sie auf diesem Weg 2247 Amphibien sicher über die viel befahrene Straße. Im Vorjahr waren es 1617.

Aufgrund der milden Witterung setzte die Wanderung extrem früh ein. Die Helfer konnten den Fangzaun sogar nach ihrer erfolgreichen Aktion schon wieder abbauen und damit wesentlich früher als in den Vorjahren.

„Aufgrund des sehr milden Winters begann die Laichwanderung der Amphibien allerorts sehr früh“, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Schutzzaun entlang der L67 wurde am 15. Februar durch aktuelle und ehemalige Schüler der Geschwister-Scholl-Schule aufgebaut.

Mit zwei bzw. vier Erdkrötenmännchen begann die Wanderung anfangs verhalten, doch nach nächtlichem Regen und milden 7 Grad Celsius am Morgen fanden die Schüler am 21. Februar schon 85 Erdkröten, fast nur Männchen, in den Eimern.

Trotz teilweise trockenen Wetters, niedriger Temperaturen und vereinzelt morgendlichen Raureifs gab es nur wenige Tage, an denen keine Amphibien in den Eimern waren.

Die Hauptlaichwanderung fiel in den Zeitraum vom 8. bis 21. März. Sechstklässlerin Alissa Knak sowie Hannah Wolff, ehemalige Schülerin der GSS Geeste und seit 2006 aktive Krötenschützerin, brachten allein an einem Tag 301 Erdkröten, 5 Gras- und 3 Wasserfrösche zu dem auf der anderen Straßenseite liegenden Laichgewässer.

Die ehemaligen Schülerinnen Tina Kuper und Julia Wefers retteten tags darauf sogar 473 Lurche (darunter 155 Erdkrötenpaare). Die Zehntklässlerinnen Melanie Bohnenstengel und Corinna Penning, beide zum fünften Mal im Einsatz für den Krötenschutz, sowie Fabian Kessens aus der sechsten Klasse trugen an einem Tag 225 Amphibien über die Straße.

Im Rahmen der Zählung beobachteten die Krötenschützer einen deutlichen Aufwärtstrend bei den Weibchen. Die Zahl der Erdkrötenmännchen war dagegen im Verhältnis rückläufig.