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Glasfaser für schnelles Internet Gemeinde Geeste vereinbart Breitbandausbau

Von Manfred Fickers | 02.02.2017, 20:48 Uhr

Den Breitbandausbau will die Gemeinde Geeste voranbringen. Dazu ist ein Vertrag mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser geschlossen worden. Es will Glasfaserleitungen bis in die Häuser verlegen.

 Vorgestellt wurde das Projekt in der Sitzung des Gemeinderats. Jetzt folgte die Vertragsunterzeichnung. Bürgermeister Helmut Höke würdigte die Fortschritte, die beim Thema schnelle Datennetze durch den VDSL-Ausbau und den Aufbau eines Richtfunknetzes gemacht worden sind. Seit zwei Jahren laufe die Initiative des Landkreises in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden, um die „Weißen Flecken“ im Versorgungsnetz bis 2018 zu erfassen und zu schließen. Die Gemeinde beteiligt sich durch die Bereitstellung von mehr als 500.000 Euro an der Initiative.

Mehr Leistung

 Die Deutsche Glasfaser mache ein ganz neues Angebot. Durch die Verlegung von Glasfaserleitungen bis ins Haus sei ein noch höheres Leistungsangebot als bei Anschlüssen per Kupferkabel möglich. Da sei sowohl im privaten, als auch im gewerblichen Bereich interessant, meint der Bürgermeister. Eine Bedingung sei, das sich 40 Prozent der potenziellen Kunden in einem Versorgungsgebiet für einen Anschluss entscheiden.

Auf die seit 2012 gesammelte Erfahrung wies die Unternehmenssprecherin der Deutsche Glasfaser, Gerda Johanna Meppelink hin. Der Breitbandausbau in ländlichen Regionen verlange hohe Investitionen, sei aber unverzichtbare Voraussetzung für die wirtschaftliche Weiterentwicklung. „Nur die Glasfaser kann die benötigte Bandbreite schaffen“, sagte Meppelink. Denn hiermit sei eine Leistungssteigerung der Anschlüsse einfach per Softwareupdate möglich. „Einmal buddeln — fit für die Zukunft“, sei das Motto. In der Gemeinde können, wenn Einwohner und Unternehmer genug Interesse zeigen, bis zu vier Millionen Euro investiert werden. Bei den bisherigen Projekten im ländlichen Raum sei das Unternehmen auf 60 bis 80 Prozent Haushaltsabdeckung gekommen.

Für Private und Gewerbe

Der Projektleiter Deutsche Glasfaser, Jens Meyering, beschrieb den Bedarf, den das Unternehmen bei Privathaushalten festgestellt hat. Um Unterhaltungs- und Bildungsangebote, Möglichkeiten wie Home Office und Telemedizin nutzen zu können, sei ein hohes Datenaustauschvolumen nötig. Ein Angebot dafür macht die Deutsche Glasfaser in den Ortsteilen Dalum mit der Siedlung Rull und den Neubaugebieten, in Geeste mit der Ferienanlage und dem Neubaugebiet, in Groß und Klein Hesepe sowie Osterbrock mit der Siedlung. Gewerbliche Kunden bekommen Angebote in den Gewerbegebieten Dalum, an der A 31 und in Osterbrock sowie in Groß Hesepe. In der Nähe des Rathauses richtet das Unternehmen einen Servicepunkt ein, darüber hinaus gibt es Verhandlungen mit zwei lokalen Vertriebspartnern.

Meppelink ergänzte, dass das neue Datennetz ohne finanzielle Zuschüsse aus dem öffentlichen Bereich entsteht. Das Netz sei offen für alle Diensteanbieter, denn eine gute Auslastung ist erwünscht. Darauf wird zudem bei der Tarifgestaltung Rücksicht genommen. Sie ging auf die Diskussion im Rat über die Verlegetechnik ein. Diese entspreche dem aktuellen Stand auf der Basis mehrjähriger Erfahrungen. Das Gesetz lasse hier eine Abweichung von der DIN-Norm zu.