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Ein Neuanfang in der Dorfmitte La Vida baut in Osterbrock ein Seniorenzentrum

Von Manfred Fickers | 17.11.2017, 16:58 Uhr

Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Projektverantwortlichen den Bau des Seniorenzentrums „Am Geester Bahnhof“ im Ortsteil Osterbrock gestartet.

Die Vielzahl der Beteiligten zeigte, dass es nicht einfach war, in weniger als zwei Jahren nach dem Erwerb der Gewerbebrache in Bahnhofsnähe ein Großprojekt baureif zu machen. Neun Millionen Euro will Firma La Vida in ein Seniorenpflegezentrum mit Tagespflege und eine Servicewohnanlage investieren. Der Auftrag ging an die Firma Stover Bau aus Lingen-Schepsdorf. La Vida Gesellschafter Wilfried Bösch sagte, dass Ende nächsten Jahres die Räume bezugsfertig sein sollen. Die beiden Geschäftsführer Clemens und Reinhard Stover sind zusammen mit Bauleiter Christian Willloh zuversichtlich, diese Zeitvorgabe einhalten zu können. Schließlich bringen sie Erfahrung aus einer ganzen Reihe ähnlicher Projekt mit, die sie für La Vida verwirklicht haben.

La Vida-Architekt Heinz-Gerd Feseker wies auf die seit 2007 errichteten Wohnangebote mit hohem Komfort für ältere Menschen hin, unter anderem in Ochtrup, Metelen, Steinfurt, Fürstenau, Wiesmoor und Twist. Bereits im Bau befindet sich das Seniorenpflegezentrum mit Tagespflege. 52 Pflegeappartements und eine Tagespflegeeinrichtung für 15 Personen entstehen hier auf drei Etagen. Auf der Fläche hinter dem großen Baustellenschild an der Straße Am Bahnhof sind acht betreuten Wohneinheiten auf zwei Etagen geplant.

Bürgermeister Helmut Höke räumte ein, dass er bei seinem Amtsantritt vor drei Jahren selbst nicht damit gerechnet hätte, dass so schnell aus einer Gewerbebrache ein Projekt wird, dass gut 50 Arbeitsplätze mit sich bringt. Britta Düthmann vom Fachbereich Planen und Bauen konnte für ihre Mitarbeiter den Dank für die Begleitung des Vorhabens mitnehmen. Der Gemeinderat habe mit dem Kauf des Kessener-Geländes großen Mut bewiesen, auf dem sich bis 1977 ein Lebensmittelgroßhandel befand. Dieser Mut zahle sich aus, für ein weiteres Stück des ehemaligen Kessener-Geländes gebe es einen Interessenten für den Wohnungsbau und für das benachbarte Grundstück mit einer wenig genutzten Lagerhalle wurde von einem Investor ein Vorschlag für eine neue Nutzung gemacht.

Wohnungen für Senioren

Der stellvertretende Bürgermeister Josef Steinkamp erinnerte daran, dass viele Osterbrocker 2015 bei der Diskussion um die Gewerbebrache zwischen Ortszentrum und Bahnhof den Wunsch nach Seniorenwohnungen und einem Pflegeangebot geäußert haben. Einig waren sich Siegfried Bergmann, La Vida Pflegepartner GmbH, der die neue Einrichtung leiten soll mit Pastor Achim Heldt von der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Osterbrock und Pfarrer Jürgen Altmeppen von der St. Isidor-Gemeinde, dass die künftigen Bewohner in das gesellschaftliche Leben des Dorfes eingebunden werden. Die Kirchengemeinden können hierbei behilflich sein, sagte Heldt. Altmeppen wies auf die Nähe zum Zentrum mit der St. Isidor-Kirche als Mittelpunkt hin.

Wie attraktiv das Projekt ist, machte Thorsten Lemcke, Abteilungsleiter Immobilien bei der Emsländischen Volksbank deutlich. Die Bank habe inzwischen alle Wohnungen verkauft, beziehungsweise man stehe kurz vor einem rechtskräftigen Abschluss der Verträge.