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Beispielhafte Aktionen Klimaschutzpreis für SV Groß Hesepe und Oberschule

Von Manfred Fickers | 27.01.2017, 07:29 Uhr

Mit dem Innogy Klimaschutzpreis der Gemeinde Geeste sind je zur Hälfte die Geschwister-Scholl-Schule und der SV Groß Hesepe ausgezeichnet worden. Der Preis wird für Leistungen verliehen, die zur Erhaltung natürlicher und zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen beitragen.

 „Ein neuer Name, aber das Ziel ist dasselbe geblieben“, erklärte Innogy-Kommunalbetreuer Hermann-Josef Jansen. Denn seit 2002 stiftete der Energiekonzern RWE das Preisgeld, mit dem die Gemeinde vorbildliche Initiativen von Gruppen und Einzelpersonen auszeichnet. Jetzt ist der Konzern neu aufgeteilt worden und die Innogy, die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen betreibt und die Endkunden mit Strom versorgt, hat die Förderung von freiwilligen Umweltschutzaktivitäten übernommen.

Bürgermeister Helmut Höke lobte die doppelte Zielsetzung des mit insgesamt 1000 Euro dotierten Klimaschutzpreises. Denn über den Einsatz für die Umwelt hinaus werde das starke Engagement von Bürgern gewürdigt. Es seien viele interessante Bewerbungen eingegangen, aus denen der Bauausschuss zwei beispielhafte Aktionen ausgewählt hat.

Motivation

 Der SV Groß Hesepe hat seine Flutlichtanlage am Sportplatz umgerüstet. 1000-Watt-Strahler wurden durch 400-Watt-Strahler ersetzt, die die Fläche ebenso gut ausleuchten. „Das dient dem Klimaschutz“, kommentierte der Bürgermeister. Der SV-Vorsitzende Ludger Lammers ergänzte, dass damit auch die Betriebskosten für den Sportplatz gesenkt werden. Der Klimaschutzpreis sei eine Motivation für die Ehrenamtlichen und rege weitere Menschen zum Mitmachen an.

Naturschutz

 Die Krötenschutzaktion der Geschwister-Scholl-Schule unter der Leitung der Biologielehrerin Heinke Glameyer-Fleischmann ist ebenfalls ausgezeichnet worden. Weil die Landesstraße 67 Kröten und Fröschen den Weg zu ihren Laichgewässern im Biotopbereich am Speicherbecken Geeste versperrt, werden seit dem Jahr 2000 jeweils im Frühjahr Fangzäune aufgestellt und die Tiere sicher über die Straßen gebracht. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 2400 Amphibien. Was als Biologieprojekt für Schüler begann, wird inzwischen von ehemaligen Schülern und einigen Eltern unterstützt, erwähnte der Bürgermeister.

Glameyer-Fleischmann fügte hinzu, dass die Initiative wegen zurückgehender Schülerzahlen auf Hilfe von Freiwilligen beim morgendlichen Einsammeln der Tiere angewiesen ist. Mit der Anlage von fünf neuen Feuchtbiotopen nördlich der Landesstraße im vergangenen Jahr sei das Problem noch nicht gelöst, denn besonders die Erdkröten seien sehr standorttreu. Die Kröten müssen über Generationen langsam umgewöhnt werden. Daher sei der Zaun vorerst unverzichtbar. Schulleiter Hermann-Josef Schulten sagte, Glameyer-Fleischmann motiviere Jahr für Jahr Schüler, Eltern, Ehemalige und Kollegen. Es sei ein Projekt, das zeigt, wie man Naturschutz leben kann.