Serie „Mein Job und ich“ Geester Jens Hermeling liebt am Tischlerberuf die Vielfalt

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Tischler Jens Hermeling in der Werkhalle der Tischlerei Schleper in Geeste-Dalum. Foto: Manfred FickersTischler Jens Hermeling in der Werkhalle der Tischlerei Schleper in Geeste-Dalum. Foto: Manfred Fickers

Geeste. Die Vielfalt der Aufgaben und die Arbeit im Team sind es, die dem 28-jährigen Jens Hermeling an seinem Beruf als Tischler gut gefallen. In der Serie „Mein Job und ich“ stellt er seinen Werdegang und Beruf vor.

Hermeling arbeitet bei der Firma Schleper Design, einem Traditionsbetrieb, der 1956 in Groß Hesepe gegründet wurde und jetzt im Gewerbegebiet an der Autobahn 31 in Geeste-Dalum ansässig ist. Geschäftsführer Bernhard Schleper, Sohn des Firmengründers, ist selbst gelernter Tischler. Trotz mancher Veränderungen in den Anforderungen an das Tischlerhandwerk, die er seit seiner Lehrzeit ab 1977 erlebt hat, „das Berufsbild ist sehr attraktiv“.

Herr Hermeling, wann haben Sie entdeckt, dass der Tischlerberuf etwas für Sie sein kann?

Schon in meiner Schulzeit. Im Werkunterricht an der Geschwister-Scholl-Schule habe ich immer gern mit Holz gearbeitet. Deshalb habe ich dann 2006 das Berufsgrundbildungsjahr Holz in Meppen gemacht. Nun gibt es nicht viele Ausbildungsplätze bei mir Zuhause in Groß Hesepe-Torfwerk. Daher habe ich die beiden vorgeschriebenen Praktika bei der Firma Klasmann-Deilmann und der Tischlerei Steinkamp in Rühle gemacht.

Wie sind Sie nach Rühle gekommen?

Ich bin mit dem Fahrrad gefahren.

Was haben sie im BGJ gelernt?

Den Umgang mit Holz, mit Maschinen und Handwerkszeug. Es gab an drei Tagen Theorieunterricht und an zwei Tagen Berufspraxis. Heute lernen angehende Tischler an der Berufsfachschule Holztechnik.

Wie ging es weiter?

Nachdem ich einige Bewerbungen abgeschickt hatte, wurde ich recht schnell bei der Tischlerei Schleper zur Ausbildung angenommen.

Was gefällt Ihnen an ihrem Beruf am besten?

Es ist ein schönes Arbeiten mit Holz, vor allem die Tätigkeit im Innenausbau ist interessant und bringt viel Abwechslung, sowohl in der Vorbereitung an den Maschinen, als auch in der Endmontage. Es verbindet Handwerk mit einem Stück industrieller Arbeit, wenn etwa Bauteile in kleinen Serien gefertigt werden. Wir arbeiten aber nicht nur mit Holz. Stein, Kunststoffe, Glas, Metall, Polster und Bezüge werden verarbeitet, je nachdem was die Designer und Kunden wollen. Da muss auch schon mal eine Theke verfliest werden.

Welche Aufgaben übernehmen Sie im Betrieb hauptsächlich?

Da ist die Eingangskontrolle der zu verarbeitenden Materialien, aber hauptsächlich arbeite ich in der Werkstatt, manchmal im Bereich der Montage. Um Aufträge wie die Gestaltung von Messeständen und Innenausbau vom individuell gestalteten Wohnzimmer bis hin zur Arztpraxis zu erledigen, gibt es in der Werkstatt viele technisch sehr hochwertige Maschinen. Ich kann sie alle bedienen und schreibe die jeweiligen Programme für die Fertigung. Bei den stetigen Neuerungen ist einerseits Erfahrung wichtig, andererseits ständige Fortbildung. Man muss sich sehr gut mit den Materialeigenschaften auskennen, um beim Kunden saubere Arbeit abzuliefern. Aber auch Themen wie Brandschutz spielen bei der Materialwahl eine Rolle.

Was prägt ihren Beruf außer der Freude am Gestalten noch?

Die Teamarbeit. Um saubere Arbeit abzuliefern ist ein gutes Miteinander wichtig. Und die Kombination von Hand- und Kopfarbeit. Es ist ein vielseitiger Beruf.


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