Kommen und Gehen Gemeinde Geeste zieht Zwischenbilanz über Flüchtlingszahl

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Flüchtlinge lernen in Begleitung von Flüchtlingspaten bei einem Besuch im Emsland-Moormuseum in Groß Hesepe ein Stück Kultur der Region kennen. Foto: Landkreis EmslandFlüchtlinge lernen in Begleitung von Flüchtlingspaten bei einem Besuch im Emsland-Moormuseum in Groß Hesepe ein Stück Kultur der Region kennen. Foto: Landkreis Emsland

Geeste. Die Gemeinde Geeste erwartet in diesem Jahr keinen Zuwachs bei den Flüchtlingszahlen, obwohl es ein ständiges Kommen und Gehen gibt.

Fachbereichsleiter Reinhard Janzen stellte im Sport-, Jugend-, Senioren- und Sozialausschuss aktuelle Zahlen vor. Aufgrund der am 16. Dezember letzten Jahres für den Landkreis Emsland festgelegten Verteilquote, braucht die Gemeinde in diesem Jahr nur noch fünf Personen neu aufzunehmen. Die aktuelle Lage hinsichtlich der Asylbewerber habe sich weiter entspannt und es werden derzeit Mietverträge gekündigt und die Belegung durch Umzüge optimiert, erläuterte der Fachbereichsleiter.

52 Flüchtlinge aus zwölf Nationalitäten warten in der Gemeinde noch auf Klärung ihres Aufenthaltsstatus, dies ist bei 125 Personen geschehen, sagte Janzen. Diese sind zum größten Teil in Sprachkursen der Volkshochschule, deren Abschlüsse Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermittlung in den Arbeitsmarkt sind. Weil Schulbildung und Sprachkurse Vorrang haben, verfügte im ersten Halbjahr 2017 nur eine Person über eine feste Arbeitsstelle. Für Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen sind fünf Plätze bei der Agentur für Arbeit gemeldet.

Generell gebe es eine Tendenz zur Abwanderung aus der Gemeinde nach Klärung des Aufenthaltsstatus. Die Menschen wollen dort hin, wo bereits Verwandte und Bekannte leben, manche hoffen auf bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt in Großstädten, erklärte Janzen. Es gebe freiwillige Ausreisen in die Heimatländer von Menschen, die aufgrund der als sicher eingestuften Herkunftsländer kaum Chancen auf eine Aufenthaltserlaubnis haben. Darüber hinaus seien Abschiebungen einzelner Personen aufgrund negativ abgeschlossener Asylverfahren grundsätzlich jederzeit möglich. Daher änderten sich die Zahlen von Woche für Woche.

Familiennachzüge seinen oft geplant, stellten sich aufgrund der langen Dauer bis zur Ausstellung von Visa recht schwierig dar, merkte Janzen an. Vier in der Gemeinde lebende Männer haben solche Anträge gestellt.


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