Großes Engagement in Geeste Kleines Fest der Kulturen setzt Zeichen des Friedens

Von Johanna Keuper


GEESTE. SkM, Gemeinde Geeste und viele weitere ehrenamtliche Helfer haben im Heimathaus Geeste das Fest der Kulturen veranstaltet. Die Botschaft war ein Aufruf zum Frieden.

Im Mittelpunkt des Festes stand die Vielfalt und zwar sowohl bei Speisen und Getränken als auch bei der Musik. Von russischem Akkordeon bis zum typisch ländlichen Musikverein waren verschiedene Musikrichtungen vorhanden.

Neben Annegret Marien, Gemeindereferentin der Gemeinde Geeste und Karin Walterskötter-Kowoll begrüßten Helmut Höke, Bürgermeister der Gemeinde Geeste und Pfarrer Dirk Altmeppen die Besucher in dem, von der Geschichtswerkstatt Geeste zur Verfügung gestellten, Heimathaus. Sie führten die Gäste in das Thema des Tages ein. „Die Welt ist aus den Fugen geraten und viele Menschen guten Willens haben darunter zu leiden“, sagte Pfarrer Dirk Altmeppen.

Doch auch die Fortschritte, die man seit drei Jahren innerhalb der Flüchtlingshilfe gemacht habe, seien dank viel ehrenamtlicher Arbeit beachtlich. „Auch im kleinen haben wir viel erreicht. Fahrdienste, Unterstützung bei der Job- oder Praktikumssuche, das funktioniert hier auf Gemeindeebene sehr gut“, sagte Helmut Höke. Und um diese positive Entwicklung zu feiern, hatten die ehrenamtlichen Helfer und auch viele der Geflüchteten zu einem bunten Fest eingeladen.

Zum einen gab es ein Buffet, das von Vertretern verschiedenster Kulturen vorbereitet wurde. Neben typisch deutschen Sahnetorten gab es unter anderem gefüllte Weinblätter und allerlei zuckriges Gebäck in den kuriosesten Formen. Gerade für Kinder der verschiedenen Kulturen war es ein Vergnügen, von den Köstlichkeiten zu naschen.

Musik und Kulinarisches

Der Musikverein Dalum gab Musik von deutschen Künstlern, wie beispielsweise Udo Jürgens, zum Besten. Der Kinder-Liturgiekreis Groß Hesepe brachte deutsche Klassiker mit. Während drei Flüchtlingskinder mit einem Song zum Frieden aufriefen, war die teils bedrückte Stimmung unter den Geflüchteten deutlich zu merken. „Wir hätten nicht gedacht, dass das Fest und der Austausch so eine emotionale Reaktion unter den Geflüchteten auslöst“, sagte Karin Walterdkötter-Kowoll.

Manche weinten bei dem Gedanken an ihr früheres Zuhause. Umso schöner war es, zu sehen, wie intensiv sich viele schon eingelebt haben. Ein Schüler aus dem Deutschkurs von Christine Preus bedankte sich herzlich im Namen aller Kursteilnehmer für die Unterstützung. „Als der Krieg in Syrien ausgebrochen war, haben wir Obdach und Sicherheit verloren. Als wir nach Deutschland kamen, haben Sie, ihre Gemeinde und verschieden Organisationen uns Schutz, Obdach und Sicherheit geboten. Wir danken Ihnen, wir danken Deutschland, wir danken den vielen Organisationen. Wir möchten heute auch unserer Deutschlehrerin danken, Christine“, sprach Essa Mashriki stellvertretend für den gesamten Deutschkurs.

Neben dem Programm gab es ein Länderrätsel und verschiedene Stationen zu den unterschiedlichen Ländern. Das Geeste Mobil, der Segelsportverein, der SV Dalum und die freiwillige Feuerwehr boten ebenfalls Unterhaltung für Jung und Alt.


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