Markt am Moormuseum 2000 Besucher bei Buchweizenblütenfest in Geeste

Von Adelheid Schmitz


Geeste. Sein traditionelles Buchweizenblütenfest hat der Heimatverein Geeste am Sonntag auf dem Gelände des Emsland-Moormuseum in Groß Hesepe veranstaltet. Rund um den Siedlerhof mit Stallung und Bauerngarten fand ein marktähnliches Treiben statt. Verschiedene alte Arbeitstechniken wurden dabei vorgestellt.

Bei gutem Wetter besuchten 2000 Gäste das Fest. Zahlreiche Aussteller boten Schmuck, Honig, selbstgemachte Marmelade, Liköre, Gartendekorationen und sogar selbstgenähte Schultüten an. An 26 Ständen konnten Besucher ausgiebig stöbern. Auch verschiedene Teesorten, Kräuter und Roggenkissen fehlten nicht.

Mitglieder der Brauchtumsgruppe Schale aus der Nähe von Hopsten in Nordrhein-Westfalen stellten alte Arbeitstechniken vor. In historischer Kleidung zeigten sie, wie früher Wäsche gewaschen und Wolle gesponnen wurde – und wie Körbe geflochten wurden. Der zwölfjährige Fabian Marx erklärte, wie Sauerkraut hergestellt wurde. Er schnitt Weißkohl mit einem Krauthobel, fügte Salz und Gewürze im Steintopf dazu und stieg dann selbst mit sauberen Holzschuhen hinein, um das Kraut zu stampfen.

Geschicklichkeitsspiele und Puppentheater

Auch für die Unterhaltung jüngerer Gäste war gesorgt, neben einem Luftballonwettbewerb und Hüpfburg gab es kniffelige Geschicklichkeitsspiele. Die Niederländerin Ingeborg Willems aus Groß Hesepe führte mit ihrem Puppentheater das selbstgeschriebene Stück: „Die kleine Maus und das Geheimnis vom schwarzen Kessel“ auf.

Viele Besucher nutzten auch die Gelegenheit, durch die geöffneten Hallen des Emsland-Moormuseums zu schlendern. In der Sonderausstellung sind derzeit Fotografien des Harener Naturfotografen Erhard Nerger zu sehen.

Der Pflanze auf der Spur

Musikalisch begleitet wurde das Fest von der ASV-Band aus Geeste. Vier Musiker spielten Gute-Laune-Musik aus den Bereichen Schlager, Pop und Country. Viele Sitzgelegenheiten boten Platz zum Zuhören und Verweilen – und um Torten, gebackene Waffeln und Weggen zu probieren.

Im gepflegten Bauerngarten konnte man neben vielen Gemüsesorten auch den blühenden Buchweizen finden. „Die Pflanze gehört zur Familie der Knöterichgewächse, es ist keine Getreideart“, erklärte Annelene Otten-Jansen, Vorsitzende des Heimatvereins. Da Buchweizen auch auf schlechten Böden relativ gut gedeiht, wurde er in früheren Zeiten viel im Emsland angebaut: Die Heide wurde abgebrannt, und in die noch warme Asche wurde der Buchweizen eingesät.

Auch auf dem diesjährigen Buchweizenblütenfest genossen vielen Besucher die regionale Spezialität: „Baukweiten Janhinnerk“ mit und ohne Speckeinlage. Apfelmus und Schwarzbrot gehört aber immer dazu, erklärten die Mitglieder des Heimatvereins, die im Vorfeld Teig für rund 1000 Pfannkuchen vorbereitet hatten.