Parcours am Speicherbecken Paradies für Mountainbiker: In Geeste eröffnet ein Trailpark

Von Julia Mausch

Am Speicherbecken in Geeste entsteht derzeit ein Trailpark für Mountainbiker. Geplant und gebaut vom Windsurf-Club Emsland. Screenshot: googlemaps/nozAm Speicherbecken in Geeste entsteht derzeit ein Trailpark für Mountainbiker. Geplant und gebaut vom Windsurf-Club Emsland. Screenshot: googlemaps/noz

Geeste. In einigen Wochen soll am Speicherbecken in Geeste ein Trailpark für Mountainbiker eröffnen. Geplant und gebaut vom Windsurf-Club Emsland (WSCE). Geholfen dabei haben viele jugendliche Biker. Doch andere Jugendliche könnten jetzt dazu beitragen, dass sich die Eröffnung verschiebt.

„Trotz Hinweisschildern fahren einige Jugendliche mit ihren Bikes auf der Baustelle rum und zerstören so den Trail“, sagt Lara Friedetzky. Friedetzky ist Jugendwartin beim Windsurfclub. Seit Wochen ist sie mit ihren Vereinskollegen sowie Jugendlichen am Speicherbecken in Geeste im Einsatz, um drei Trails, übersetzt Wege, für Mountainbiker zu bauen. Kurvenreich und mit Hindernissen, so sollen sie werden, sagt Friedetzky. Um das hinzubekommen wird tonnenweise Sand auf dem Gelände nahe des Windsurfclubs aufgeschüttet. Mit Schildern wird darauf hingewiesen, das Gelände in der Bauphase nicht zu betreten. Doch daran halten sich einige Mountainbiker nicht und fahren den Trail ab. Das Ergebnis: Aufgeschüttete Teile werden aufgelockert, die Arbeiten müssen von vorne beginnen. (Weiterlesen: Trail-Park soll neues Aushängeschild für Werlte werden)

Schanzen, Baumwurzeln und Steinfelder

Ärgerlich für die Mitglieder des WSCE, die auf Bitten von Jugendlichen aus dem Club das Projekt im vergangenen Jahr überhaupt zum Leben erweckt hatten. Im November 2016 hatten Lara Friedetzky und ihre Kollegen ein Konzept vom künftigen Trailpark dem Energiekonzern RWE präsentiert, dem das Gelände gehört. Insgesamt drei Trails sollen nahe des Clubhauses entstehen, an einem Platz, wo andere Radfahrer und Spaziergänger nicht gestört werden.

Während der erste Trail, ein sogenannter Flowtrail, auf insgesamt 500 Meter zwar laut Planung kurvenreich wird, jedoch wenig Störfaktoren beinhaltet, gibt es auf einem zweiten Trail Sprungschanzen. Der dritte Trail beinhaltet Northshore-Elemente, wie Baumstämme oder kleinere und größere Steinfelder. Radbeherrschung wird von den Sportlern verlangt. Lara Friedetzky betont, dass auch Anfänger im Trailpark auf ihre Kosten kommen, „schließlich können die Hindernisse jederzeit umfahren werden“.

(Weiterlesen: Neue Angebote für Wassersportbegeisterte in Geeste)

Vertrag über fünf Jahre

Nicht nur das Konzept an sich kam beim Energiekonzern RWE gut an, auch „das viele Jugendliche an dem Projekt mitwirken, fiel positiv auf“, sagt die Jugendwartin des WSCE. Sie erhielten die Genehmigung, das Gelände vorerst für die kommenden fünf Jahre für den Mountainbike-Parcours zu nutzen. In den vergangenen Wochen haben die 10 bis 15 freiwilligen Helfer geschuftet und geackert, denn öffentliche Gelder gibt es für den Trailpark laut Friedetzky nicht. Immer wieder werden Bauunternehmen angeschrieben, in der Hoffnung Sachspenden zu erhalten. Genauer gesagt: Brechsand. Die feinen Steinpartikel bilden eine relativ feste Oberfläche, die auch bei Feuchtigkeit stabil bleibt, so das auch bei Nässe gefahren werden kann.

Die Vorräte an Brechsand neigen sich jedoch mittlerweile dem Ende zu. „Wenn wir keinen Sand haben, können wir auch nicht weiterbauen“, sagt Lara Friedetzky. Deswegen kann ihrer Aussage nach, ein genauer Eröffnungstermin des ersten Trails noch nicht genannt werden. Firmen und Privatpersonen, die den Windsurfclub beim Projekt „Trailpark“ unterstützen möchten, können sich unter jugendwart@wsce.de melden.


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