Infobus kommt zu den Bürgern Amprion sucht Trasse für neue Gleichstromkabel

Von Manfred Fickers


Meppen. Der Stromnetzbetreiber Amprion will eine Gleichstromleitung als Erdkabel durch das Emsland verlegen. Jetzt weitet Amprion sein Informationsangebot aus.

Während die Antragsunterlagen zur geplanten 380-kV-Stromleitung der Amprion für das Planfeststellungsverfahren den Behörden zugehen, ist bereits das nächste Vorhaben gestartet, um Strom von Windparks in der Nordsee zu den Verbrauchern im Westen und Süden des Deutschlands zu leiten. Der kürzeste Weg führt wieder durch die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim, hat die Bundesnetzagentur festgestellt und Amprion das Projekt zugewiesen. Aber die Technik ist eine andere. Statt Wechselstrom durch an Masten aufgehängte Leitungen zu schicken, ist es diesmal Gleichstrom, der über große Distanzen verlustarm durch Erdkabel geleitet werden soll. Die geplante Leitung soll von Emden mit Osterrath im Rheinland verbinden.

Im März ist das Projekt dem Kreistag Emsland und 35 Trägern öffentlicher Belange vorgestellt worden. Dazu gehören Verwaltungen und Institutionen, mit denen Amprion im Laufe des Genehmigungsverfahrens zusammenarbeiten muss. Inzwischen hat Amprion seine Bürgerinformation gestartet. Bei Amprion-Projektsprecher A-Nord, Jonas Knoop, war zu erfahren, dass über die laufend erweiterte Internetseite www.a-nord.net Ergebnisse der laufenden Datensammlung und Einzelheiten zum Planungsstand bekannt gegeben werden. Darüber hinaus sind in diesem Jahr für August und September 20 Bürger-Info-Märkte geplant. In kleineren Ortschaften soll ein Infomobil helfen, dass Amprion mit den Betroffenen ins Gespräch kommt. „Wir wollen mit den Menschen aus der Region in einen intensiven Dialog treten, um unsere Planungen weiter zu konkretisieren“, erklärt Knoop.

In der ersten Planungsphase geht es darum einen Trassenkorridor festzulegen, der die wenigsten Konflikte mit sich bringt. Das Netzausbaubeschleunigungsgesetz legt fest, dass hierfür die Bundesnetzagentur zuständig ist. Dieser Phase soll 2018 das Planfeststellungsverfahren folgen, in dem der Verlauf der neuen Leitung im Einzelnen festgelegt wird. Das Gesetz sieht hier erneut eine Beteiligung der Bürger und der Träger öffentlicher Belange vor. 2025 soll die neue Leitung fertiggestellt sein.