Angler schaffen Lebensraum Neue Informationstafel an der Ems in Geeste

Von Manfred Fickers


Geeste. Neben der Sitzgruppe am Fahrrad- und Wanderrastplatz an der Ems in Groß Hesepe weist jetzt eine Informationstafel auf die beiden Biotope hin, die der Angelsportverein Dalum-Groß Hesepe in Zusammenarbeit mit Landwirten geschaffen hat.

Seit 56 Jahren gibt es den ASV, von Anfang an haben sich die Mitglieder um die Qualität der Ems als Gewässer bemüht. Vor rund 25 Jahren wurden die Angler auf Veränderungen an zwei Altarmen an einer Flussschleife bei Groß Hesepe aufmerksam, berichtete der Vereinsvorsitzende Siegfried Rothlübbers bei der kleinen Feier zur Fertigstellung der Informationstafel. Eigentlich sind solche Gewässer eine ideale Kinderstube für Fische. Aber diese hier verlandeten. In Abstimmung mit den Grundeigentümern und den Behörden gelang es, die toten Flussarme wieder in wertvolle Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten zu verwandeln.

Auszeichnungen

Diese Bemühungen fanden Anerkennung. 2011 erhielt der ASV den RWE-Klimaschutzpreis der Gemeinde Geeste für die Aufwertung des Emsufers im Bereich der Flächen von Landwirt Hermann Geers im Jahr 2010. 2014 war der ASV Preisträger beim Niedersächsischen Gewässerwettbewerb „Bach im Fluss“. Die „Goldene Bachperle“ gab es nicht nur für das erste Projekt, sondern auch für die Verbesserung des ökologischen Zustands eines benachbarten Emsaltarms auf der Fläche der Familie Baalmann ab 2013. Der Gewässerwettbewerb wird vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz und der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens seit 2010 jährlich veranstaltet.

Neue Ideen

Die Radler und Wanderer, die mit Blick auf die Ems und die Emsniederung bei ihren Touren Pause machen, erfahren durch Bildern und Erläuterungen der neuen Informationstafel von der ausgezeichneten Naturschutzarbeit der Angler. Dem ASV-Vorsitzenden ist wichtig, dass die breite Unterstützung deutlich wird, die die Angler bei ihrem freiwilligen Einsatz bekommen haben. Das zeigte sich wieder beim Wunsch, die Informationstafel aufzustellen. Weil dies im Überschwemmungsgebiet der Ems geschehen sollte, war eine robuste Ausführung nötig, die der Strömung eines Hochwassers standhalten kann. Zudem sollte die Bauweise an die Natur angepasst sein. Die Lösung kam aus einem Unternehmen, das sonst ganz andere stabile Geräte aus Holz baut, die Firma Kinderland Emsland Spielgeräte. Was Wind, Wetter und Kinder nicht so schnell kaputt machen können, schien den Geschäftsführern Wolfgang Strunkeit und Mario Hampel auch für den Bau der Hinweistafel geeignet. Ein stabiler Holzrahmen und ein kleines Dach schützen jetzt die Tafel.

Bürgermeister Helmut Höke lobte die gelungene Gestaltung und dankte dem Unternehmen, dem Verein und seinen Unterstützern. Die Vereinsmitglieder haben bereits weitere Ideen, wie der Emsuferbereich weiter aufgewertet werden kann, verriet Rothlübbers.


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