Großes Interesse an Gemeindepolitik Geeste wartet weiter auf Tante-Emma-Laden

Von Georg Hiemann

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Geeste. „Wir haben viele Gespräche geführt und viel versucht, aber noch keinen Betreiber für unser kleines Nahversorgungskonzept in Geeste gefunden. Aber wir geben nicht auf“: Das hat Bürgermeister Helmut Höke auf der sehr gut besuchten Bürgerversammlung in der Gaststätte Winkler auf Anfrage der Teilnehmer erklärt.

Das Ziel, einen Tante-Emma-Laden in die Ortsmitte von Geeste zu bekommen, scheiterte bisher an der fehlenden Wirtschaftlichkeit, sodass noch kein Betreiber überzeugt werden konnte. „Eigentlich unverständlich“, fand ein Teilnehmer, denn durchaus kleinere Orte haben wieder so einen Laden vor Ort. Und der Ortsteil Geeste hat immerhin 1700 Einwohner. Deutlich wurde aber auch: „Hierüber wird mit den Füßen abgestimmt. So ein Geschäft kann sich nur halten, wenn die Ortsansässigen hier nicht nur Brötchen kaufen.“ Bleibt die Hoffnung, doch noch einen Interessenten zu finden. Klar wurde aber auch: Geeste wird keinen Supermarkt erhalten. (Weiterlesen: Apeldorner etabliert Dorfläden im mittleren Emsland)

Fast auf den Tag genau ist Helmut Höke jetzt zwei Jahre Bürgermeister der Gemeinde Geeste. „Es waren zwei gute Jahre, mit der Unterstützung der Bürger, mit der guten Arbeit im Rat und in der Verwaltung bin ich sehr zufrieden. Wir haben schon einiges bewegt.“

Bauplätze in allen Ortsteilen

In seinen Ausführungen zeigte Höke auf, dass in allen Ortsteilen der Gemeinde Bauplätze vorgehalten werden, damit junge Leute auch vor Ort bauen können. Im Ortsteil Geeste selbst ist schon ein weiteres neues Baugebiet in Vorbereitung. Allerdings handele es sich hier um archäologisch bedeutsame Flächen. Die Gemeinde hoffe, dass nach den archäologischen Arbeiten spätestens im Herbst 2017 die Beratung des B-Planes erfolgen kann. „Das neue Baugebiet zwischen der Biener Straße und der Straße Am Kottenkamp liegt super.“ Zurzeit gibt es im Ortsteil Geeste noch zwölf freie Bauplätze, allerdings sind vier davon schon reserviert.

Als weiteren Schwerpunkt kommunaler Arbeit nannte Höke die „Innenentwicklung“. Künftig werde der Gesetzgeber stärker verlangen, dass freie Flächen im Innenbereich einer Kommune im Sinne einer Innenverdichtung geschlossen werden, anstatt immer weitere Baugebiete auszuweisen. Der Verwaltungschef ist sich dabei bewusst, dass hierfür noch viele Gespräche mit den jetzigen Eigentümern zu führen sein werden. Da der Ortsteil Geeste mit Schwerpunkt Wohnen sowie Freizeit und Erholung ausgewiesen ist, gibt es hier kein klassisches Gewerbegebiet. Dafür werde der touristische Schwerpunkt Speichersee – auch in Zusammenarbeit mit der Stadt Lingen – weiter ausgebaut.

Einwohnerzahl konstant

Ausführlich berichtete Höke über derzeit laufende und geplante Großprojekte, Bauvorhaben sowie die Verkehrssituation. Sein Bericht zeigte deutlich: Die Gemeinde Geeste mit ihrem großen Gewerbegebiet in Dalum ist auf einem guten Weg und ein interessanter Standort. Nicht zuletzt wegen der Arbeitsplätze und guten infrastrukturellen Situation habe sich auch die Einwohnerzahl trotz starker Geburtenrückgänge nicht reduziert und sei mit rund 11.500 Einwohnern konstant geblieben. „Dies führen wir auch auf die vielen zugewanderten neuen Bürger zurück, die in der Gemeinde bauen“, sagte Höke.

Deutlich wurde in der Bürgerversammlung der Zustand der L67 von Geeste-Siedlung bis zur B70 kritisiert. Sowohl die Straße als auch der Radfahrweg seien hier in einem katastrophalen Zustand und müssten vom Land Niedersachsen dringend saniert werden.


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