13.300 Quadratmeter Baufläche Gemeinde räumt Gewerbebrache in Osterbrock ab


Geeste. Leer stehende Gebäude mitten in Osterbrock hat die Gemeinde Geeste abreißen lassen. Jetzt verfügt sie über 13.300 Quadratmeter Bauland in zentraler Lage beim Bahnhof.

„Noch vor einem Jahr waren die Fläche ein kontroverses Thema in der Bürgerversammlung , jetzt ist eine sinnvolle Nachnutzung möglich“, freut sich der stellvertretende Bürgermeister Josef Steinkamp (CDU). Nachdem lange über das Gelände diskutiert worden ist, herrsche jetzt Freude darüber, dass etwas Neues gestaltet werden kann, sagt seine Ratskollegin Lara Evers (CDU). Ratsherr Peter Kramer (SPD) erzählte, dass bereits 1984, als er von Dalum nach Osterbrock umgezogen ist, über die Gebäude und eine mögliche Nutzung des Geländes gesprochen wurde.

Bürgermeister Helmut Höke freut sich, dass es gelungen ist, das Gelände durch den gemeindeeigenen Servicebetrieb Geeste - Entwicklung - zu erwerben. Er dankte der Erbengemeinschaft Kessener, die mit dem Verkauf dem Ortsteil neue Möglichkeiten eingeräumt hat. Seit 1977 standen die früher gewerblich genutzten Räume leer. Ihr allmählicher Verfall wirkte sich negativ auf das Ortsbild aus.

8500 Tonnen Bauschutt

Wilhelm Over, im Fachbereich Planen und Bauen der Gemeinde für den Hochbau zuständig, begleitete die Abrissarbeiten und die Herrichtung für eine erneute Bebauung von Januar bis Ende Mai dieses Jahres. Auf dem 11.300 Quadratmeter großen Grundstück standen Nebengebäude, eine alte Schlachthalle, Lagergebäude, ein Verwaltungstrakt, ein Weinlager und eine große Lagerhalle. Insgesamt 43.000 Kubikmeter umbauten Raum waren zu beseitigen. Das bedeutete, dass 8500 Tonnen Bauschutt zu zerkleinern, zu sortieren, abzutransportieren und fachgerecht wiederzuverwerten oder zu entsorgen waren, erläuterte Over. Überwacht durch die Dr. Lüpkes Sachverständige GbR, Meppen, habe die Firma J + B Küpers, Osterwald, diese Aufgabe im Zeitplan erledigt.

Keine Altlasten

Der Bürgermeister freute sich darüber, dass keine unerwarteten Altlasten aufgetaucht sind und somit unbelasteter Baugrund abgegeben werden kann. Höke dankte den Anliegern, die trotz besonderer Vorkehrungen mit Staub und Lärm zurechtkommen mussten. Weil die Gemeinde direkt neben dem ehemaligen Kessener-Gelände über 2000 Quadratmeter Baugrund verfügt, gibt es ein insgesamt 13.300 Quadratmeter großes, zentral gelegenes Baugebiet, das ab sofort vermarktet werden kann.

Die Möglichkeiten für Interessenten seien vielfältig, weil es sich um ein Mischgebiet handelt, erklärte der Bürgermeister. Das bedeute, dass alles möglich ist, was mit der vorhandenen Wohnbebauung harmoniert, Wohnungen für Zielgruppen wie Senioren oder Studenten, Läden, Büroräume und Gewerbe. Durch die Nähe zum Bahnhof und der zentralen Bushaltestelle sei das Wohnen hier attraktiv. Nur sechs Minuten Fahrtzeit mit der Bahn bis in die Innenstadt von Lingen, nannte Höke als Beispiel.

In den vergangenen Jahren gab es eine stetige Nachfrage bei Baugrundstücken in Osterbrock. Die Gemeinde ist dabei, das direkte Bahnhofsumfeld aufzuwerten. Peter Kramer riet dazu, das Gelände zwischen dem Bahnhof und dem neuen Baugebiet für eine Weiterentwicklung im Blick zu behalten. Die Gemeinde sammelt jetzt Anregungen und Projektideen, ebenso wie konkrete Ansiedlungswünsche. Ansprechpartner bei der Gemeindeverwaltung ist Wilhelm Over, Tel.: 05937/69158, E-Mail w.over@geeste.de.


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