Gärtnern mit Schwarzerde BUND informiert in Groß Hesepe über Terra Preta

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Geeste. Der BUND Niedersachsen hat am Internationalen Tag des Museums im Emsland-Moormuseum über Terra Preta informiert.

Ob auf dem Balkon, im Gemeinschaftsgarten mitten in der Stadt oder auf dem eigenen Grundstück – eigenes Gemüse anzubauen, liegt im Trend, heißt es in einer Pressemitteilung des BUND. Vielen Hobbygärtnern ist es dabei wichtig, möglichst schonend mit natürlichen Ressourcen umzugehen und auf Kunstdünger und torfhaltige Erde zu verzichten. Ein Weg, naturgemäß zu Gärtnern und zum Humusaufbau beizutragen, ist die Nutzung von Terra Preta. Der BUND Niedersachsen macht das klimafreundliche Gärtnern über ein dreijähriges Förderprojekt der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung bekannt.

Aus Abfällen wird Dünger

Terra Preta bedeutet Schwarzerde und wird aus Kompost, zertifizierter Pflanzenkohle, Mineralien und Mist hergestellt. Dabei werden organische Abfälle in hochwertigen Dünger umgewandelt. Fäulnisprozesse werden vermieden und im Vergleich zur Nutzung von Mineraldünger entstehen weniger Kohlendioxid und Methan.

Die nährstoffreiche Schwarzerde fördert die für ein gesundes Pflanzenwachstum wichtigen Bodenlebewesen, speichert Nährstoffe und Wasser und ermöglicht einen dauerhaften Humusaufbau. Damit trägt Terra Preta zu Klimaschutz, Ressourcenschonung und Ernährungssicherheit bei. Die Nutzung der Schwarzerde kann, ähnlich wie die derzeit praktizierte Kompost- und Humuswirtschaft, zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Produktionsflächen führen.

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„Seit unserem Projektbeginn vor eineinhalb Jahren haben wir 15 neue Partner überzeugt, Terra Preta im Gartenbau zu nutzen oder Umweltbildung an Schulen durchzuführen“, freut sich Mona Gharib vom BUND Niedersachsen. Unter den derzeit 22 Projektpartnern in Niedersachsen finden sich Vereine, Museen, Schulen, Umweltzentren und Hersteller von Erden. „Derzeit machen wir den Praxistest: Unsere Partner haben Vergleichsbeete angelegt und können das Gartenjahr hindurch beobachten, in welcher Erde das Gemüse am besten gedeiht: mit Terra Preta, mit Kompost und ganz ohne Dünger.“

Beete im Emsland-Moormuseum

Auf Veranstaltungen in ganz Niedersachsen können sich Interessierte über das klimafreundliche Gärtnern informieren oder die nährstoffreiche Erde selbst herstellen. Das Emsland-Moormuseum in Groß Hesepe ist einer der Kooperationspartner. Zum Internationalen Tag der Museen am 22. Mai wurden am Siedlerhof Vergleichsbeete mit Gartenerde, Komposterde und Terra Preta angelegt, um die Bedeutung von Alternativen im Gartenbau für den Moor- und Klimaschutz aufzuzeigen. Mit einem Vortragsprogramm und Informationsständen wurde das Programm abgerundet. Informationen zum Projekt „Terra Preta in Niedersachsen“ unter www.bundniedersachsen.de/terrapreta.


Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

Er ist bundesweit mit mehr als 500.000 Mitgliedern, Spendern und Förderern der größte Umweltverband Deutschlands. In Niedersachsen zählt der Verein rund 33.000 Mitglieder und Förderer. Der Verein ist vom Staat als Umwelt-/Naturschutzverband anerkannt. Der BUND versteht sich als die treibende gesellschaftliche Kraft für eine

nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Die Vision: ein zukunftsfähiges Land in einer zukunftsfähigen und friedfertigen Welt. (pm)

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