2500 Besucher am Speicherbecken „House am See“ in Geeste: Gibt es das Festival 2017?


Geeste. Es war die Veranstaltung an Christi Himmelfahrt in der Region: „House am See“. 2500 Menschen ließen sich beim Electrofestival in Geeste die Sonne auf den Bauch scheinen und feierten zur Musik von mehr als 30 DJ‘s. Die Veranstalter sind zufrieden und sprechen von einer Fortsetzung 2017 – dabei gibt es aber einen Haken.

Die Stimme von Björn Boekelo ist rau am Freitagmorgen. Er ist heiser und geschafft. Den gesamten Donnerstag war der Eventplaner aus Lähden auf den Beinen gewesen, hatte geschaut, dass bei „seinem“ Electrofestival am Speicherbecken in Geeste alles glatt läuft. Sind die Getränkekisten noch gefüllt? Wird der Zeitplan der DJ‘s eingehalten und kommt das Security-Personal mit dem Besucherandrang zurecht? Nur ein paar der vielen Fragen, um die sich Boekelo am Donnerstag kümmern musste.

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Bedenken, die sich als grundlos erwiesen. „Wir sind grundsätzlich sehr zufrieden“, ist Boekelo geschafft aber glücklich. Es habe ein paar Kinderkrankheiten gegeben, diese seien aber nicht so schwerwiegend gewesen, dass man künftig alles umkrempeln müsse. „Das ist ja normal, wenn man zum ersten Mal sowas aufzieht“, sagt er. 2500 Gäste sind laut dem Veranstalter zum Electro-Festival gekommen, mehr, als Boekelo und sein Partner Frank Krummen einst kalkuliert hatten. Da das Wetter in den Wochen zuvor wechselhaft war, war auch der Kartenvorverkauf zuerst zögerlich, grundsätzlich aber zufriedenstellend verlaufen.

Polizei ist „extrem zufrieden“

Das Wetter hatte Erbarmen mit den Veranstaltern. Nachdem Anfang der Woche die Wettervorhersagen von Tag zu Tag immer positiver wurden, stieg auch die Nachfrage nach Tickets. Die Tageskasse am Donnerstag brummte, lange Schlangen bildeten sich vor dem Eingang. Routiniert durchsuchten Sicherheitskräfte die Taschen, damit nicht Flaschen oder Messer oder andere gefährliche Gegenstände mit auf das Festivalgelände gebracht wurden, und das Festival in Radalen und Gewalt endete. Die Stimmung am Donnerstag war zwar aufgeheizt, jedoch nicht im negativen Sinne. Boekelo bezeichnet sie als positiv, dies bestätigt auch die Polizei Emsland/Grafschaft Bentheim. Man ist „extrem zufrieden“ mit dem Verlauf des Tages, sagt Sprecher Dennis Dickebohm. Laut dem Pressesprecher verzeichnete die Polizei, die aufgrund des Festivals extra eine zusätzliche Streife im Einsatz hatte, vier Anzeigen am Speicherbecken. Darunter einen leichte Körperverletzung und eine Ruhestörung, aber „nichts wildes“.

Gibt es „House am See 2017“?

Wie sieht es im nächsten Jahr aus? Gibt es „House am See“ 2017? „Mit dem gestrigen Tag haben wir ein Fundament gelegt, auf das wir aufbauen wollen“, zeigt sich Björn Boekelo optimistisch. Sein Team und er seien bereit, auch im kommenden Jahr ein solches Event auf die Beine zu stellen. Aber: „Wir wollen mit unserer Aussage nicht vorgreifen, das letzte Wort hat immer noch die Gemeinde Geeste und mit der müssen wir erst sprechen – nachdem der Kassensturz gemacht wurde.“


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