Partnerschaftsgottesdienst in Dalum Geester errichten Berufsbildungszentrum in Tansania

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Geeste. Anlässlich ihrer Partnerschaft mit der Kirchengemeinde in Hamai in Tansania hat die evangelisch-lutherische Gemeinde in der Pauluskirche in Dalum einen Gottesdienst gefeiert und die Beteiligten auf das Projekt im Oktober, ein Berufsbildungszentrum zu errichten, eingestimmt.

Tücher mit afrikanischen Motiven schmücken die Wände. Zwei Trommeln stehen auf einem Podest. Elefanten- und Giraffenfiguren aus Holz zieren den Altarraum. „Mungo ni pendo! Apenda watu. Mungu ni pendo ani penda – Gott ist die Liebe, er liebt die Menschen. Gott ist die Liebe, er liebt auch mich“, singt die evangelisch-lutherische Gemeinde in der Pauluskirche in Dalum auf Suaheli und Deutsch.

Seit mehr als 25 Jahren sind die Mitglieder den Christen in Hamai in Tansania partnerschaftlich verbunden. Jedes Jahr wir seitdem nahezu zeitgleich ein Partnerschaftsgottesdienst in Dalum und in Hamai begangen, um die Verbundenheit im Glauben auszudrücken. Doch in diesem Jahr gibt es etwas Besonderes zu feiern: Das Kultusministerium Niedersachsens hat den Antrag zur Unterstützung des geplanten Projektes bewilligt, sodass dem Bau eines Berufsbildungszentrums in Hamai nichts mehr im Wege steht.

Bau einer Zisterne

Bei dem Projekt werden fünf Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) Lingen mit einem Lehrer im Oktober für drei Wochen nach Hamai reisen, um bei der Grundsteinlegung des Berufsbildungszentrums anzupacken und bei dem Bau einer Zisterne zum Auffangen von Regenwasser zu helfen. Im Gottesdienst stellten sich die Helfer der BBS Lingen der Gemeinde vor und machten deutlich, warum sie an dem Projekt mitwirken möchten. Anja Glißmann aus Nordhorn erzählte, dass ihr sofort klar war, dass sie an dem Projekt teilnehmen möchte, als sie davon gehört hatte: „Mir waren soziale Projekt immer schon wichtig.“ Auch Anna Kalinowski aus Meppen möchte anderen Menschen, denen es „nicht so gut geht wie uns“ helfen, ein besseres Leben führen zu können. „Ich freue mich, dass ich mit nach Tansania darf“, sagte Marcel Vocks. Der Hopstener ist ebenso wie Nils Pauli aus Lingen gespannt darauf, beim Helfen eine andere Kultur kennenzulernen. „Ich möchte nicht nur die Scheinwelt des Tourismus kennenlernen, sondern auch andere afrikanische Regionen“, sagte Marvin Snaadt aus Beesten. Begleitet werden die fünf Schüler von ihrem Mathematik- und Technik-Lehrer Ludger Jaske. „Von Hause aus bin ich Diplom-Ingenieur im Bereich Versorgungstechnik. Damit bin ich da genau an der richtigen Stelle.“

Zwei nachgestellte Gespräche, zwischen Frauen in einem Café in Deutschland und auf einem Marktplatz von Hamai, machten in der Predigt deutlich, wie unsere Probleme verglichen mit der Not der Menschen in Tansania zu Scheinproblemen werden. „Zwischen diesen Unterhaltungen liegen 11000 Kilometer. Der Gesprächsinhalt könnte nicht unterschiedlicher sein“, verwies Partnerschaftsbeauftragter Walter Schulz auf die unterschiedlichen Lebensbedingungen und die Auswirkungen auf den gelebten Glauben. Während für die Frauen im Café die Kirche „eine gesellschaftliche Pflichtübung“ darstellt, sprechen die afrikanischen Frauen Gott direkt an. So lud Schulz die evangelisch-lutherische Gemeinde in Dalum dazu ein, von „unseren tansanischen Geschwistern“ zu lernen: „Ich sehe die verbindende Kraft, die im tansanischen Bewusstsein darin liegt, dass das Handeln eines jeden unmittelbare Auswirkungen auf die ganze Gemeinschaft hat.“

Musikalisch mitgestaltet haben den Gottesdienst acht Frauen des afrikanischen Frauenverein Emsland.
A cappella oder begleitet von Trommelrhythmen gab der Chor aus Frauen Lieder aus Afrika zum Besten und begeisterte.


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