Orientierung für Hilfesuchende Bericht der Gleichstellungsbeauftragten für Geeste

Gleichstellungsbeauftragte Annelene Stenzel, Gemeinde Geeste, stellte ihren Jahresbereicht vor. Foto: Manfred FickersGleichstellungsbeauftragte Annelene Stenzel, Gemeinde Geeste, stellte ihren Jahresbereicht vor. Foto: Manfred Fickers

Geeste. Die große Vielfalt von Anliegen, mit denen sich Hilfesuchende an sie gewandt haben, beschreibt die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Geeste, Annelene Stenzel, in ihrem Tätigkeitsbericht.

„Gleichberechtigung in der Kommune umzusetzen bedeutet, bei allen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männern im Blick zu haben“, heißt es im Bericht. Das fange zunächst bei der Arbeit in der Gemeindeverwaltung an, wo bei Personaleinstellungen durch einen Gleichstellungsplan dafür gesorgt wird, dass Frauen und Männer in allen Bereichen, also auch in Führungspositionen, gleichermaßen vertreten sind, erklärte Stenzel bei der Vorstellung des Berichts im Rat. Zudem soll die Gemeindeverwaltung Frauen und Männern gleiche Beschäftigungschancen und Aufstiegsmöglichkeiten bieten. „Und auch auf die Außenwirkung ist zu achten, indem die Gemeinde ihre Aufgaben wahrnimmt, die Gleichberechtigung von Männern und Frauen auch nach außen hin umzusetzen und voranzubringen“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte. Sie lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung nicht nur bei dieser Aufgabe, sondern auch bei allen anderen Anliegen, die im Berichtszeitraum Oktober 2012 bis November 2014 an die Verantwortlichen herangetragen wurden.

Der Informationsbedarf für diese ehrenamtliche Aufgabe sei groß, deshalb ist Stenzel früh, dass sie Unterstützung durch die monatlichen Arbeitskreistreffen und Vorträge für die Gleichstellungsbeauftragten des Emslands bekommt. Als Beispiel nannte den dadurch entstandenen Kontakt zum Netzwerk „ProBeweis“, das für Opfer häuslicher und sexueller Gewalt kostenfrei und vertraulich die Verletzungen dokumentiert. Kooperationspartner ist unter anderem das Krankenhaus Ludmillenstift Meppen.

Stetige Fortbildung

Aus der Fortbildungsarbeit zieht Stenzel Anregungen für die Gestaltung der Arbeit in der Gemeinde. So wurden Informationsveranstaltungen „Neues Pflegeausrichtungsgesetz“ , zur Organspende und zur Mütterrente organisiert, darüber hinaus Frauentage , die auch der Integration von neuen Bürgern in der Gemeinde dienen.

Die Mütterrente war auch Thema beim Witwenstammtisch, den die Gleichstellungsbeauftragte im August 2014 mit 22 Frauen gegründete. In die Sprechstunden kommen Männer und Frauen mit vielen Anliegen. Stenzel nannte als Beispiel eine Frau, die herausgefunden hatte, dass sie trotz gleicher Qualifikation und Arbeit schlechter bezahlt wurde, als ihre männlichen Kollegen. Da half eine Ermunterung, beim Arbeitgeber auf Gleichstellung zu bestehen. Es gab auch einen alleinerziehenden Vater, der Unterstützung brauchte und durch das Knüpfen eines Kontakts zur Kreisverwaltung Emsland auch bekam. „Je nach Problem hab ich ihnen selbst Hilfestellung geben können, oder sie zumindest an eine andere zuständige Stelle verweisen oder den Kontakt dain vermittelt“, erklärte die Gleichstellungsbeauftragte.

Aus der Arbeit im Vorstand der örtlichen Frauengemeinschaft KFD, aus der beruflichen Tätigkeit als sozialpädagogische Lernhilfe und den privaten Bemühungen um die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ziehe sie Impulse für ihre Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte. Wichtig sei auch die Vernetzung mit vielen örtlichen Vereinen und Verbänden. Als Beispiele zählte sie den Sozialdienst katholischer Männer, den Sozialdienst katholischer Frauen und donum vitae auf. Darüber hinaus sind Kontakte zu Institutionen wie dem Jugendamt wichtig.


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