Eine Krippe im Abenteuerland Neue Räume beim Kindergarten in Geeste eingeweiht

Von Manfred Fickers


Geeste. Jetzt haben alle Ortsteile der Gemeinde Geeste ihre eigene Kinderkrippe. Mit der Einweihung der neuen Räume beim Kindergarten Abenteuerland sei ein weiterer Schritt beim bedarfsgerechten Ausbau des Betreuungsangebots gemacht worden, sagte Bürgermeister Helmut Höke.

Zwar ist die Einrichtung seit August dieses Jahres mit zunächst acht Kindern in Betrieb, aber jetzt seien die letzten Außenarbeiten abgeschlossen worden, begründete Höke den Termin der Feier. Ab März 2015 werden die 15 Plätze der Krippe voll ausgebucht sein, kündigte Höke an. Mit der Krippe neben dem 2010 modernisierten Kindergarten werde der Ortsteil seinen guten Ruf als Wohnort in vollem Umfang gerecht, erklärte Höke. Circa 370000 Euro wurden investiert, davon kamen 50000 Euro vom Landkreis und 115000 Euro vom Land Niedersachsen.

Der Kreistagsabgeordnete Heinz Aepken hob die gemeinsamen Anstrengungen der Städte, Gemeinden und des Landkreises für ein breit gefächertes Angebot frühkindlicher Bildung hervor. Seit 2008 habe sich die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren im Kreisgebiet mehr als versechsfacht. Inzwischen gebe es in über 90 Prozent der Kindergärten im Emsland Betreuungsplätze. Der vom Gesetzgeber beschlossene Rechtsanspruch der Eltern könne jetzt erfüllt werden, denn es gebe ausreichen Plätze in Krippen und altersübergreifenden Kindergartengruppen.

Architekt Stefan Hölscher beschrieb den Weg des Projekts vom ersten Entwurf im November 2011 über den Bauantrag Ende 2012 bis zur Erteilung der Baugenehmigung im April 2013 durch den Landkreis. Die Herausforderung für den Planer lag darin, dass das Grundstück wenig Platz bot und eine gut funktionierende Verknüpfung mit dem Kindergarten geschaffen werden sollte. Benötigt wurden ein Gruppenraum mit 52 Quadratmetern Grundfläche, ein Ruheraum, ein Intensivraum, Sanitäranlagen und Nebenräume, darüber hinaus ein neuer Spielbereich für Kindergarten und Krippe. Hölscher dankte den Bauhandwerkern und beteiligten Fachbüros ebenso wie den Erzieherinnen. Diese hatten trotz mancher Einschränkungen den Kindergartenbetrieb aufrecht erhalten.

Kindergartenleiterin Edelgard Spiekermann sagte, dass mit dem Krippenbau ein Elternwunsch wahr geworden ist. In Gesprächen erfahre man immer wieder, dass man um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf bemüht sei.

Pastor Thorsten Jacobs sagte, die Krippen sollten die erzieherische Arbeit der Familien ergänzen, nicht ersetzen. Es sei wichtig, dass Kinder spielerisch die Welt entdecken dürfen, so wie es in der Bibel im Buch der Sprichwörter (Spr 8,22.30-31) beschrieben wird. Pfarrer Jürgen Altmeppen würdigte die schwere Aufgabe der Erzieherinnen, die stetig steigenden Ansprüchen genügen sollen. Es sei an der Zeit, ihnen ihre Aufgabe zu erleichtern. Im Segensgebet der Andacht heißt es: „Gibt, dass diese Kinderkrippe ein Ort ist, in dem sich die Kinder fröhlich einfinden, spielen die Welt entdecken und gestalten und sich entfalten können.“

Beim Rundgang zeigten sich die Gemeinderats- und Kreistagsmitglieder zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Investitionen. Die Gemeinde Geeste plant bereits die nächste Krippengruppe und zwar im Ortsteil Dalum.