Mehr Ferienhäuser statt Hotel Gemeinde Geeste stimmt Planung für Ferienpark zu

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Der vor zehn Jahren vorgestellte Plan zum Feriengebiet Emspark Auenwald wird geändert. Der Investor will statt eines Hotels weitere Ferienhäuser errichten. Grafik: Archiv NOZDer vor zehn Jahren vorgestellte Plan zum Feriengebiet Emspark Auenwald wird geändert. Der Investor will statt eines Hotels weitere Ferienhäuser errichten. Grafik: Archiv NOZ

Geeste. Der Gemeinderat Geeste hat einer Planänderung für den Feriengebiet Emspark Auenwald am Speicherbecken zugestimmt. Dort will der Investor statt eines Hotels lieber mehr Ferienhäuser errichten.

Trotz des einstimmigen Beschlusses gab es kritische Anmerkungen zu dem vor zehn Jahren begonnenen und nicht vollendeten Projekt. „Ich bin enttäuscht von der Entwicklung, es geht dort nur langsam voran“, sagte Peter Kramer (SPD). Er befürchtet, dass es dort statt Ferienbetrieb eine Tendenz zum Dauerwohnen gibt. Franz-Josef Sahnen (CDU) erinnerte daran, dass es in allen Ratsfraktionen 2004 Skepsis gab, aber das Konzept einer Kombination aus Campingplatz, Ferienhäusern und Hotel habe damals überzeugt. Leider lasse sich das Hotel offensichtlich nicht realisieren, deshalb stimme man der Umplanung zugunsten weiterer Ferienhäuser zu und hoffe, dass jetzt endlich der Campingplatz gebaut wird. Auf die kritischen Anmerkungen im Bauausschuss wies Josef Steinkamp (CDU) hin. Der Landkreis sollte wegen der Frage der Nutzung von Ferienwohnungen als festen Wohnsitz seiner Kontrollpflicht nachkommen.

Unstrittig waren die Beschlüsse zur Erweiterung des Industriegebiets Dalum. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Thorsten Lammers freute sich, dass nach längerer Zeit wieder eine Ausweitung möglich geworden ist, und dass bereits erste Interessenten Verhandlungen aufgenommen haben.

Beschlossen wurde auch die Investition in die Ausrüstung der Feuerwehren mit Digitalfunk. Bürgermeister Hans-Josef Leinweber nannte die Umrüstung dringend notwendig, damit in Notfällen schnelle und sichere Hilfeleistung erfolgen kann. Welche Aufgaben auch die Ortsfeuerwehren zu bewältigen haben, zeigte sich zuletzt beim Großbrand im Ölfeld Bramberge.

Der Bürgermeister teilte mit, dass der Förderbescheid für den Umbau des nördlichen Abschnitts der Antoniusstraße im Zuge der Dorferneuerung Geeste eingegangen ist. Jetzt sollen Anwohnerversammlungen einberufen werden, bevor es an die Ausschreibung der Arbeiten gehen kann.

Das Land habe zudem Mittel für die Errichtung eines Gebäudes für eine zweite Krippengruppe am Pauluskindergarten in Dalum bewilligt, gab Leinweber bekannt. Der Landkreis habe eine Kofinanzierung signalisiert. Damit könne der Ausbau des Betreuungsangebots bedarfsgereicht fortgeführt werden.


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