Neue Entwicklung Geeste: Mögliche Abschiebung beschäftigt Härtefallkommission

Von Carola Alge

Will in Geeste bleiben: Familie Shala, hier im Bild mit Anne Stenzel, Leiterin der sozialpädagogischen Lernhilfe an der Ludgeri-Grundschule in Groß Hesepe. Foto: privatWill in Geeste bleiben: Familie Shala, hier im Bild mit Anne Stenzel, Leiterin der sozialpädagogischen Lernhilfe an der Ludgeri-Grundschule in Groß Hesepe. Foto: privat

Geeste. Im Fall der von Abschiebung bedrohten Familie Shala aus Geeste hat der frühere Meppener Bürgermeister Heinz Jansen die Härtefallkommission des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport eingeschaltet. Jansen ist Mitglied dieses Gremiums.

Auf Anfrage unserer Zeitung erklärte Heinz Jansen am Montag, er habe den Antrag selbst aufgenommen und an die zuständige Geschäftsstelle gegeben. Nun gehe alles „seinen gewohnten Gang.“ In der Härtefallkommission würden neun Mitglieder über diesen und weitere Fälle beraten.

Wie berichtet waren für den Landkreis Emsland die Voraussetzungen für eine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis der vor 32 Jahren in Deutschland geborenen Roma und ihrer fünf Kinder nicht mehr gegeben. Deshalb habe der Landkreis, wie er jetzt in einer Pressemitteilung erneute erklärte, „den Antrag auf Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis im Frühjahr ablehnen müssen“. Eine Abschiebung allerdings habe „entgegen anderslautenden Meldungen zu keiner Zeit konkret bevor bestanden.“ Der Anwalt der Serbin verweist hingegen darauf, der Landkreis Emsland habe der 32-jährigen Roma und ihren Kindern im Alter zwischen fünf und 14 Jahren die Abschiebung nach Serbien angedroht, falls sie Deutschland nicht innerhalb von 30 Tagen freiwillig verlasse (wir berichteten).

Suzana Shala wurde 1982 in Deutschland geboren. Ihre Eltern stammen aus dem Kosovo. Als sie ein Jahr und zehn Monate alt war, verließ die Familie Deutschland. 1988 kehrte sie fünfjährig nach Deutschland zurück. Im April dieses Jahres habe der Landkreis Emsland, so ihr Anwalt, eine Verlängerung der erst im Januar 2013 erteilten fünf Monate gültigen Aufenthaltserlaubnis abgelehnt. Dagegen wandten sich die Kinder von Suzana Shala, die einen Minijob in einer Bäckerei in Groß Hesepe hat, mit einem persönlichen Schreiben an die Öffentlichkeit: „Wir würden so gern in Deutschland bleiben, in der Gemeinde Geeste!“

Als Ausländerbehörde hatte der Landkreis die Betroffenen auf die Möglichkeit hingewiesen, ein Gesuch an die Härtefallkommission zu richten. Er begrüße es, so ein Sprecher am Montag, „dass dies nun geschehen ist“.