Blitzmarathon hat begonnen Fahrer im mittleren Emsland bisher diszipliniert

Von Tim Gallandi

Mit einem Messgerät prüft Polizeikommissar Sebastian Schwarz die Einhaltung des Tempolimits auf der Landesstraße 67 zwischen Geeste und Dalum. Foto: Tim GallandiMit einem Messgerät prüft Polizeikommissar Sebastian Schwarz die Einhaltung des Tempolimits auf der Landesstraße 67 zwischen Geeste und Dalum. Foto: Tim Gallandi

Meppen. Viel Verkehr, wenig Temposünder: Mit Kontrollen in den Gemeinden Twist und Geeste hat am Donnerstagmorgen auch im mittleren Emsland der Blitzmarathon der Polizei begonnen. Ersten Erkenntnissen zufolge zeigten sich die Fahrer hier recht diszipliniert.

Das stakkatoartige Piepen des Messgeräts mischt sich mit dem Rauschen der vorbeikommenden Fahrzeuge. Polizeikommissar Sebastian Schwarz nimmt die vor ihm liegende Straße mithilfe der Technik in Augenschein. Bei jeder Messung piept es, doch Grund zum Einschreiten gibt es für Schwarz und seinen Kollegen, Polizeikommissar Patrick Düvel, bislang nicht.

Schwarz und Düvel haben sich am Donnerstagvormittag an der Landesstraße 67 postiert. Kurz hinter dem Dalumer Ortsausgang haben sie ihren dunkelgrauen VW Passat am Straßenrand geparkt, um gegen Raser vorzugehen. „Theoretisch kann man jede Tempoüberschreitung ahnden“, sagt Schwarz, „aber wir wollen auch nicht päpstlicher sein als der Papst.“ Bedeutet: Hier, wo 100 km/h zulässig sind, wird herausgewinkt, wer 115 km/h oder mehr auf den Tacho bringt.

Die Landesstraße verläuft hier über mehrere 100 Meter schnurgerade. Daher bietet sich eine Kontrolle besonders an dieser Stelle an: „Messungen sind nur an geraden Strecken möglich und sinnvoll“, erläutert Düvel. Einerseits verleiten sie eher zum Rasen als kurvige Straßen, andererseits muss es eine Haltemöglichkeit geben.

An diesem Tag sind die Verkehrsteilnehmer in Geeste diszipliniert unterwegs. Bei knapp über 100 km/h liegen die Rekordwerte, die Schwarz misst. Zu wenig für Düvel, um die Winkerkelle einzusetzen. Käme andererseits jemand mit 120, 130 Sachen angeschossen, sei es Ermessenssache für die Beamten, ob sie versuchen, das Fahrzeug zum Anhalten zu bewegen, so der Polizeikommissar. Den Raser über das Kennzeichen zu ermitteln möge zwar aufwendig sein, doch gehe Eigenschutz vor.

In Dalum taucht so ein Problem nicht auf. „Dann haben die Leute es zumindest an diesem Tag verstanden“, sagt Schwarz. So könne es für die Polizei auch eine gelungene Messung sein, wenn man keinen Verstoß ahnden muss.