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4.373.000 Euro Investitionen Haushalt 2018 der Gemeinde Geeste bricht Rekord

Von Manfred Fickers | 27.01.2018, 11:18 Uhr

Investitionen auf Rekordhöhe und Schuldenabbau kennzeichnen den Haushalt 2018 der Gemeinde

Bürgermeister Helmut Höke warnte vor einer Fehleinschätzung der Zahlen. Die starke Baukonjunktur führe zu steigenden Forderungen der Unternehmen, die Finanzplanung für so manches Projekt könnte dadurch hinfällig werden. Er stellte die wichtigsten Ausgabenposten vor. 40.000 Euro Planungskosten sind für den Neubau des Kreisverkehrsplatzes und den Umbau der Meppener Straße in Dalum vorgesehen. 50.000 Euro sollen als erste Rate in die Erneuerung des Feuerwehrgerätehauses Osterbrock fließen. Für neue Spielgeräte auf den Spielplätzen stehen 50.000 Euro bereit. 120.000 Euro sind für die Sanierung von Radwegen eingeplant, jetzt ist der „Neue Diek“ dran. Zur Erneuerung und Instandhaltung von Straßen und Wirtschaftswegen sind insgesamt 535.000 Euro eingeplant. Für die Dorferneuerung Geeste sind 165.000 Euro für die Neugestaltung der Gusbergsstraße und als Zuschuss für den Bau der Remise am Heimathaus vorgesehen. 200.000 Euro sollen in die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik fließen. Für den Breitbandausbau muss die Gemeinde einen Kostenanteil von 292.600 Euro aufbringen. 

500.000 Euro wurden für die Unterhaltung gemeindeeigener Liegenschaften eingeplant, wobei die größten Summen in Sportstätten und Schulen fließen. Zu den Investitionen mit Vorbehalt rechnet Bürgermeister Höke den geplanten Sport und Jugendtreff, für den die Gemeinde 620.000 Euro geben will. Nur wenn die beantragte Förderung in Höhe von 688.700 gewährt wird, soll gebaut werden.

Geld für Krippen

Fast 300.000 Euro stehen für den Krippenbau in Osterbrock bereit. Für die neue Kindertagesstätte Bonifatius zahlt die Gemeinde 1.250.000 Euro. Der Bürgermeister wies auf die Steigerung beim jährlichen Defizitausgleich zum Kindergartenbetrieb hin. 2018 werden 1.388.000 Euro nötig sein, 2019 wegen der neuen Kindergarten- und Krippenplätze 1.716.100 Euro. Höke warnte vor einer Überforderung des Kommunen. Vorallem der Kindertagesstättenbau hat die Investitionssumme auf 4,373 Millionen Euro steigen lassen, sagte er. 2016 waren es nur 1,4 Millionen Euro. 

Kämmerer Ludger Tallen beschrieb wie bei einem Ergebnishaushalt mit 16.088.500 Euro Erträgen und Aufwendungen von 15.444.000 Euro und einem Finanzhaushalt mit 16.975.000 Euro Einzahlungen und Auszahlungen 18.865.000 Euro ein ausgeglichenes Gesamtergebnis erzielt werden soll. Er wies auf weitere Unwägbarkeiten hin. Denn noch hat der Landkreis nicht über die Höhe der Kreisumlage entschieden. Einplanen konnte man daher nur eine Umlage auf der jetzt geltenden Basis. Er wies auf die Schuldentilgung in Höhe von 388.200 Euro hin. Damit sinkt der Schuldenstand von 8.828.886 auf 8.773.862 Euro.

Große Unsicherheit

„Die Planzahlen tragen eine große Unsicherheit in sich“, merkte der CDU-Fraktionsvorsitzende Thorsten Lammers an. „Jedes Vorhaben wird im Laufe des Jahres noch einmal geprüft.“ Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Kramer sprach sich für weiteren Schuldenabbaus aus, regte aber zugleich eine Senkung der 2012 zuletzt angehobenen Grundsteuerhebesätze an. Im Landkreis Emsland gehöre Geeste zu den Gemeinden mit den höchsten Hebesätzen. Heiner Brockhaus (UWG) zeigte sich erfreut über die hohe Investitionssumme, die ohne Neuverschuldung aufgebracht wird. Aber ohne die vielen Verpflichtungen der Gemeinde ein schnellerer Schuldenabbau möglich.