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18.10.2019, 11:00 Uhr KOMMENTAR

Museumsarbeit braucht stetige Erneuerung

Ein Kommentar von Manfred Fickers


Seit diesem Jahr fährt die Feldbahn im Emsland-Moormuseum wieder. Foto: Tobias BöckermannSeit diesem Jahr fährt die Feldbahn im Emsland-Moormuseum wieder. Foto: Tobias Böckermann

Geeste. Die aktuelle Entwicklung im Emsland-Moormuseum macht Hoffnung. Die Frage ist aber, ob damit eine Trendwende erreicht ist.

Museen haben generell zwei Entwicklungen zu berücksichtigen. Seit einigen Jahren bemerken kulturelle Einrichtungen in Deutschland allgemein ein zurückgehendes Interesse. Gleichzeitig sollen Ausflüge mehr Eventcharakter haben. Um Neugier zu wecken und den veränderten Erwartungen zu genügen, müssen sich die Museen neu aufstellen, was mit Investitionen verbunden ist.

Beim Emsland-Moormuseum wurden Geld und Ideen eingebracht, die zumindest in diesem Jahr einen Fortschritt gegenüber den vergangenen vier Jahren erkennen lassen. Jetzt gilt es, nachzulegen um eine Trendwende zu erreichen.

Dennoch sollte eine Umgestaltung zum Freizeitpark vermieden werden. Der Blick ins benachbarte niederländische Emmen zeigt das. Der dortige Zoo ist mir viel Geld in eine Erlebniswelt umgewandelt worden, in der die Tiere fast zur Nebensache geworden sind. Die Besucherzahlen entwickelten sich nicht wie erwartet, das Defizit geht in die Millionen. Jetzt werden wieder die Tiere in den Mittelpunkt gestellt, weil die Gäste dies von einem Zoo erwarten.


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