Von Büffel-Mozzarella bis Schokoladen-Brownie „Markt der Genießer“auf dem Freigelände des Emsland Moormuseums

Die Kochkünste von Helmut Backers (stehend) haben schon mal getestet (von links): Michael Hilbers (Sparkasse Emsland), Dr. Edgar Klinger (Slow Food Osnabrück) und Ansgar Becker (Emsland Moormuseum)
Foto: Reinhard FanslauDie Kochkünste von Helmut Backers (stehend) haben schon mal getestet (von links): Michael Hilbers (Sparkasse Emsland), Dr. Edgar Klinger (Slow Food Osnabrück) und Ansgar Becker (Emsland Moormuseum) Foto: Reinhard Fanslau

Geeste. Sigrids Marmeladenküche, Der kleine Wilddieb und der Biobote Emsland sind nur drei von etwa 30 Ständen, die auf dem Markt für Genießer am Emsland Moormuseum am Sonntag, 6. Oktober, vertreten sein werden. Von 11 bis 17 Uhr können die Besucher auf dem Außengelände in der Nähe des Siedlerhofes kulinarischen Genüssen der verschiedensten Arten hingeben.

„Wir haben dieses Mal wieder einen gesunden Mix an unterschiedlichen Anbietern hinbekommen“, sagt Organisator Ansgar Becker vom Moormuseum und fügt hinzu: „Einige sind seit der ersten Veranstaltung dabei und kommen jedes Jahr wieder, weil der Markt sich über die Region hinaus so einen guten Ruf erworben hat.“ Dazu maßgeblich beigetragen hat auch Helmut Backers, der wieder so etwas wie der „kulinarische Leiter“ ist. Der Koch und Restaurantbetreiber aus Twist wird wieder am Herd des Backhauses der Siedlerstelle stehen und zeigen, was sich so alles an Leckerem aus regionalen und traditionellen Lebensmitteln zaubern lässt. So dürfen sich die Besucher unter anderem auf Zwiebelkuchen mit Mangold, Büffelmozzarella von einer Büffelfarm aus Denekamp, Steckrübeneintopf mit Wurst vom Bentheimer Schwein und Griesflammerie und Schokalade-/Kastanien-Brownies zum Dessert freuen.  

Foto: Reinhard Fanslau

Alle kulinarischen Zutaten kommen aus dem Nordwesten des Landes. Nicht alle, aber die meisten werden nach ökologischen Richtlinie produziert. „Hauptsache nicht industriell“, lautet die Devise der Veranstalter.

3000 Besucher erwartet

Das alles ist ganz im Sinne von Dr. Edgar Klinger von Slow Food Deutschland, der so etwas wie der Mentor des Marktes für Genießer ist. Klinger ist Vorsitzender des Convivums – so etwas wie eine Ortsgruppe- von Slow Food Osnabrück und liefert viele Ideen und arbeitet eng mit den Organisatoren im Vorfeld zusammen. Die weltweit aktive Slow-Food-Bewegung setzt sich für den Konsum von regionalen, traditionellen und fair produzierten Lebensmitteln ein. Genau das wollen die Veranstalter vom Moormuseum mit dem „Markt der Genießer“ fördern. Unterstützung bekommen sie auch von der Sparkasse Emsland. Bisher geht das Konzept auf. In den vergangenen Jahren kamen manchmal bis zu 3000 Besucher.

Pikante und süße Spezialitäten

Immer wieder hat der Markt der Genießer auch etwas Neues zu bieten, so auch in diesem Jahr. „Zum ersten Mal dabei ist die Junior Ranger Gruppe des Moormuseums. Die jungen Leute verkaufen selbstgemachte Marmelade aus Äpfeln und Birnen, die von Bäumen kommen, die hier auf dem Gelände wachsen“, verrät Ansgar Becker, der gleich mehrere persönliche Empfehlungen hat, wie zum Beispiel die Fruchtweine von Florian Fechner aus Brochterbeck oder Susanne mit ihrem einzigartigen Pilomobil, von dem aus sie Kaffee, Tee und Kakao aus fairem Handel verkauft - nicht zu vergessen der Hof Vogelpohl, bei dem die Besucher pikante und süße Spezialitäten aus eigener Manufaktur probieren können.

„Es ist alles angerichtet, jetzt muss nur noch das Wetter stimmen“, sagt Ansgar Becker. Für musikalische Unterhaltung auf der Veranstaltung sorgt die Jazzformation Jampot Hot Five, die als Walking Act durch die Zuschauerreihen geht und dabei musiziert. Der Zugang zum „Markt der Genießer“ ist im normalen Museumseintritt enthalten.


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