Begegnung mit Bäumen Moormuseum in Geeste zeigt Fotografien von Willi Rolfes

Ausstellungseröffnung im Emsland-Moormuseum mit Fotograf Willi Rolfes, Museumsleiter Michael Haverkamp und Erster Kreisrat Martin Gerenkamp. Foto: Manfred FickersAusstellungseröffnung im Emsland-Moormuseum mit Fotograf Willi Rolfes, Museumsleiter Michael Haverkamp und Erster Kreisrat Martin Gerenkamp. Foto: Manfred Fickers

Geeste. "daSein. Wie ein Baum" heißt eine Fotoserie von Willi Rolfes, die im Emsland-Moormuseum in Geeste gezeigt wird.

Eröffnet wurde die Ausstellung mit einer Multivisionsschau im Kinosaal des Museums, zu der Rolfes Texte des Kunsthistorikers Martin Feltes und Gedichte des Theologen und Märchenerzählers Heinrich Dickerhoff vortrug. Es war eine Einladung, Bäume als Spiegel des menschlichen Daseins zu begreifen, daher der Projektname, der zum Ausstellungstitel wurde. Jahrelang  hat der Naturfotograf, der beruflich als Geschäftsführender Direktor der Katholischen Akademie Stapelfeld tätig ist, auf Fahrten durch Norddeutschland die Bildmotive gesucht und mit hohem zeitlichen und technischen Aufwand in Szene gesetzt.

"Der Fotograf Willi Rolfes lädt dazu ein, die Schönheit des Lebens zu bewundern, die sich in Bäumen zeigt", sagte Museumsleiter Michael Haverkamp. Das Wald ist in diesem Jahr ein Themenschwerpunkt im Programm des Moormuseums. Er würdigte den aufklärenden und Verständnis weckenden Beitrag, den Rolfes mit seinen Bildern zur Bewahrung der Schöpfung leistet. "Denn, Naturbilder schaffen Naturverständnis". Immerhin sei es jetzt nach „menschenleer – Naturbeobachtungen im Moor“ und "Inspiration Moor- Kleine Wunderwelten ganz groß" mit Makroaufnahmen von Pflanzen und Tieren die dritte Ausstellung des Fotografen der Mitglied din der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen ist.


Erster Kreisrat Martin Gerenkamp lobte die Wertschätzung für den Wald, die sich im Themenschwerpunkt des Moormuseums zeigt. Zwar habe der Landkreis im Vergleich wenig Waldfläche im Vergleich zum Landesdurchschnitt, aber dies sei auf die großen Moorflächen zurückzuführen. Moor und Wald präsentierten die Vielfalt der Naturlandschaft im Emsland, deren Gesamtanteil nicht hinter anderen Landesregionen zurücksteht.

Beim Rundgang in der Ausstellung wird der Wert der Erfahrung deutlich, die der Fotograf gesammelt hat, seitdem er 1981 mit der Naturfotografie begonnen hat. Bekannt wurde er mit Veröffentlichungen zum Thema Moor außerdem seinen Tierfotografien. Seine Baumbilder zeigen eine weitere Facette seiner Arbeit. Die Betrachter erleben die Wechsel der Jahreszeiten, das Werden und Vergehen am Beispiel von Laubbäumen mit. Deren Schönheit zeigt sich nicht nur in der Gesamtschau, sondern in vielen Detailaufnahmen.




Zur Ausstellung ist ein Fotobuch entstanden. Im Bildband „daSein. Wie ein Baum“ stehen die Abbildungen  im Dialog mit den Inspirationen und Deutungen des Theologen und Märchenerzählers Heinrich Dickerhoff. Der Kunsthistoriker Martin Feltes erkundet die Darstellung des Baums in der Malerei und der Sachbuchautor Tobias Böckermann nähert sich dem Baum aus der Perspektive des Biologen.

Das Emsland-Moormuseum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Neben "daSei. Wie ein Baum" wird die Fotoausstellung "Moorleichen aus Blech" mit Oldtimer-Bildern von Clemens Kröner und Ulrich Haufe gezeigt.


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