Barrierefrei und sicherer Geeste-Siedlung hat eine neue Bushaltestelle bekommen

Barrierefrei ist jetzt die Bushaltestelle an der Gaststätte Zur Krone in Geeste-Siedlung. Foto: Manfred FickersBarrierefrei ist jetzt die Bushaltestelle an der Gaststätte Zur Krone in Geeste-Siedlung. Foto: Manfred Fickers

Geeste. Acht Bushaltestellen hat die Gemeinde umbauen lassen, aber die in Geeste-Siedlung ist etwas Besonderes.

Die Aufgabe, die der Gemeinde Geeste gestellt wurde, war nicht einfach zu lösen, machte Bürgermeister Helmut Höke bei der Freigabe der Haltestelle Siedlung deutlich. Seit 2013 sind die Kommunen rechtlich verpflichtet, den Fahrgästen einen barrierefreien Ein- und Ausstieg in die Busse des Nahverkehrs zu ermöglichen. An den Haltestellen an der viel befahrenen Landesstraße 67 in Geeste-Siedlung war dies nur durch Grunderwerb möglich, sagte Höke und dankte den drei Anliegern für deren Entgegenkommen. Hermann Lüken, einer der drei Grundeigentümer, sagte bei der Freigabe, dass ihm die Entscheidung, etwas Fläche abzugeben leicht gefallen ist, angesichts der Schulkinder, die auf eine sichere Bushaltestelle angewiesen sind.




Birgit Schulte, Fachbereich Planen und Bauen, hat bei der Planung festgestellt, dass die Haltestelle an der Südseite der Straße beim Gasthof Zur Krone in einer Senke lag. Daher musste das dort vorhandene Buswartehäuschen abgebrochen und Boden aufgefüllt werden. Die beiden Haltestellen wurden so angelegt, dass ein stufenloses Betreten der Busse möglich ist, ein taktiles Leitsystem ermöglicht Sehbehinderten, den Einstieg der Fahrzeuge zu finden. Transparente Buswartehäuschen sind für die Busfahrer von Vorteil, diese können jetzt sehen, ob Fahrgäste warten. Fahrradstellplätze vervollständigen das Angebot für die Busfahrgäste. Sie dankte Technikerin Julia Kliche von der Firma KreativGarten, Lingen, die als Bauleiterin mit ihrem Team die Pläne verwirklichte für die gute Zusammenarbeit.




Die Ratsvertreter bei der Freigabe der Haltestellen konnten von positiven Reaktionen auf die neuen Haltestellen berichten. "Die Einwohner sind glücklich darüber", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Franz-Josef Sahnen. Das Wichtigste sei, dass es jetzt Wartehäuschen auf beiden seiten der L 67 gibt und Fahrgäste die Straßenseite wegen einer Querungshilfe sicherer wechseln können. "Und die Haltestellen passen sich optisch gut in das Ortsbild ein", ergänzte Franz Günnemann (SPD).




Acht Haltestellen sind in der Gemeinde Geeste 2018/19 für 130 000 Euro erneuert worden, für weitere acht sind Anträge auf Zuschüsse gestellt, sagte der Bürgermeister. Denn diese Investitionen seien nur mit finanzieller Hilfe des Landes und des Landkreises möglich. "So sind wir beim Thema Barrierefreiheit ein gutes Stück weitergekommen."


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN