Gemeinde will weiter wachsen Geeste erweitert Gewerbe- und Wohngebiete

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Nahe der durch den Kirchturm markierten Ortsmitte soll im Dorf Geeste die Wohnsiedlung Steinbree nach Süden erweitert werden. Foto: Manfred FickersNahe der durch den Kirchturm markierten Ortsmitte soll im Dorf Geeste die Wohnsiedlung Steinbree nach Süden erweitert werden. Foto: Manfred Fickers

Geeste. Die Nachfrage bei Gewerbe- und Wohnbaugrundstücken hält an. Darum vergrößert die Gemeinde Geeste ihr Angebot.

Vor dem Abschluss steht die Erweiterung des Wohngebiets Steinbree im Ortsteil Geeste. Der Planungs- und Bauausschuss hat dem Rat empfohlen, den Bebauungsplan festzusetzen. Bürgermeister Helmut Höke kündigte an, nach der Vermarktung der letzten im Gebiet Kottbree noch vorhandenen Baugrundstücke 2020 mit der Vergabe der Bauplätze im neuen Baugebiet zu beginnen. Franz Günnemann (SPD) lobte die bauliche Vielfalt, die von der Gemeinde zugelassen wird. Unter anderem ist hier Mietwohnungsbau möglich. Bedauerlich sei, dass hier keine Holzhäuser zugelassen werden. Heiner Brockhaus (UWG) bemängelte den aus seiner Sicht ungünstig gelegenen Anschluss zur Biener Straße. Die vorgesehene Verschwenkung der Einfahrt ins Wohngebiet hält dagegen Meinolf Topphoff für einen Vorteil, dies bremse den Verkehr. Außerdem verfüge das Gebiet noch über eine zweite Zufahrt über die Straßen Am Kottenkamp und Neuenlande vom östlichen Ortsrand, was ein Vorteil sei.

Im Ortsteil Dalum ist der Bedarf an Baugrundstücken ebenfalls hoch. Daher will die Gemeinde über Lückenschlüsse und Abrundungen älterer Baugebiete eine Teil der Nachfrage decken. Fachbereichsleiterin Britta Düthmann teilte mit, dass zwischen der Mühlenstraße und dem Wollgrasweg eine kleine Erweiterung des Wohngebiets Heideweg um drei Grundstücke geplant ist. Der Entwurf sieht vor, die markante Baumreihe am Südrand der Fläche zu schonen. In den Bauvorschriften werde die Gemeinde Rücksichtnahme auf das "harmonische Ortsbild des angrenzenden Wohngebiets" verlangen. Für die Fläche liegen konkrete Bauwünsche vor, teilte sie mit.

Vermarktung von Zuchtrindern

Eine komplexe Aufgabe haben Politik und Verwaltung bei einem Sondergebiet im Süden von Dalum. Hier betreibt die Masterrind GmbH der Weser-Ems-Union eine Zuchtrindervermarktung mit Quarantänestation. Düthmann erklärte, dass es um eine Bestandssicherung und die Gewährung von Entwicklungsmöglichkeiten in geringem Maß geht. Bei der Erstellung des Planentwurfs wurden umfangreiche Gutachten eingeholt, um Auswirkungen auf die Umwelt und benachbarte landwirtschaftliche Betriebe zu erkennen. Nach derzeitigem Stand sei die gewünschte Erweiterung wohl möglich. Allerdings zeichne sich ab, dass an diesem Standort wohl nicht mehr die Emsland-Tierschauen stattfinden werden.

 "Alle vorhandenen Flächen sind verkauft", sagte der Bürgermeister über das Gewerbegebiet Am Berggarten in Osterbrock. Daher will die Gemeinde es nach Süden hin erweitert. Sie besitzt hier ein rund 1,5 Hektar großes Grundstück. Auswertungen der Bürgerbeteiligung und der Stellungnahmen von Behörden sowie der Träger öffentlicher Belange lassen keine größeren Hindernisse für die Planung erkennen.


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