Kreisel soll 2019 baureif sein Kreuzung in Geeste-Dalum wird umgestaltet

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Die Kreuzung am Ortsrand von Dalum soll durch einen Kreisverkehrsplatz ersetzt werden. Hier treffen die Landesstraßen 67 und 48 (links) mit dem Busackerweg  (rechts) zusammen. Foto: Manfred FickersDie Kreuzung am Ortsrand von Dalum soll durch einen Kreisverkehrsplatz ersetzt werden. Hier treffen die Landesstraßen 67 und 48 (links) mit dem Busackerweg (rechts) zusammen. Foto: Manfred Fickers

Geeste. Die Gemeinde Geeste will die Planungen für einen Kreisverkehrsplatz am Ortsrand von Dalum bis zum Sommer vollenden.

Der Planungs- und Bauausschuss hat sich für eine öffentliche Auslegung des Entwurfs ausgesprochen. Bürgermeister Helmut Höke schlägt dem Rat vor, Gelder für den Bau im Haushaltsplan 2019 vorzusehen.

Birgit Schulte vom Fachbereich Planen und Bauen stellte den Entwurf vor. An der Kreuzung der Landesstraße 67 mit der Landesstraße 48  sind ein Aldi-Markt und der Raiffeisen-Markt im zentralen Versorgungsbereich im Ortsteil neu entstanden. Im Vorfeld hatte die Raiffeisen Mittelems e. G. 2016 eine Verkehrsuntersuchung vornehmen lassen. Diese bestätigte ein Ergebnisse eines Gutachtens zum Verkehrsfluss auf den Landesstraßen in den Ortsteilen Dalum und Geeste, das die Gemeinde in Auftrag gegeben hatte. Deutlich wurde, dass ein Kreisverkehr den Verkehrsfluss deutlich verbessern kann.

Für dieses Vorhaben sei von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr grundsätzlich Einverständnis signalisiert worden, sagte Schulte. Weil die Behörde selbst keine Planungsnotwendigkeit sieht,, denn die Kreuzung gilt nicht als Unfallschwerpunkt und der Verkehrsfluss als ausreichend bewertet wird, hat die Gemeinde die Planung übernommen. Nach dem entsprechenden Beschluss des Verwaltungsausschusses am 24. April 2017 wurden die Träger öffentlicher Belange und die Öffentlichkeit beteiligt, Lärm- und Bodengutachten und ein Umweltbericht angefertigt. Inzwischen liegt ein Entwurf vor, der einen Kreisverkehr mit von der Fahrbahn abgesetzten Geh- und Radwegen vorsieht. In den Einmündungen sind Fahrbahnteiler geplant, die Radfahrern und Fußgängern Sicherheit beim Überqueren bieten sollen. Parallel zu weiteren Gesprächen mit der Landesbehörde und der Verkehrskommission soll bald der Entwurf öffentlich ausgelegt und den Behörden und anderen Trägern öffentlicher Belange zur Abstimmung zugehen.

In der Diskussion herrschte Einigkeit über das Vorhaben. Heiner Brockhaus (UWG) forderte, auf eine bestmögliche Absicherung von Radfahrern und Fußgängern zu achten. Manfred Ketter (SPD) sprach sich für eine ansprechende Gestaltung des Platzes am Ortseingang aus. Der Bürgermeister sagte, dass man dafür die Zustimmung der Landesbehörde benötige. Höke sprach sich wie Ketter dafür aus, Ideen der Bürger zu sammeln.

Veränderung im Ortskern

Grundsätzlich positiv wird vom Ausschuss ein Antrag eines Landwirts aus dem Ortskern von Dalum gesehen, der die Tierhaltung an einen neuen Standort verlagern will. Bürgermeister Höke befürwortet den Plan, da er dem Betrieb eine Entwicklungsperspektive gibt und gleichzeitig eine Chance für die Entwicklung des Ortskerns bietet. Vorgesehen ist, zwei Ställe mit Freilandbereich für 30.000 Legehennen im Dreieck Ölwerkstraße/Siedlung zu errichten. Die Tierhaltung am Standort in der Ortsmitte würde danach aufgegeben und die Hofstelle als Wohnung, Lager- und Maschinenhalle in Benutzung bleiben. Höke hält eine Interessenausgleich für möglich, der die Entwicklung des Industriegebiets an der Autobahn 31 und der benachbarten landwirtschaftlichen Betriebe sichert.

So etwas sei "kein leichter Schritt" für einen Landwirt, sagte Heiner Brockhaus. Er wiederholte seine grundsätzliche Kritik an der Regelung von Stallbauten über die Ausweisung von Baufenstern. Dies sei eine "Mogelpackung". Günter Abel (CDU) und Manfred Ketter begrüßten die Chancen, die sich für die Entwicklung des Ortsteils bieten. Abel sprach sich ebenso wie Lothar Achenbach (SPD) für eine frühzeitige Einbeziehung der Landwirte in der Siedlung aus, "damit alle gut damit leben können".


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