Mit 94 noch sportlich aktiv Rentner in Dalum halten sich mit Gymnastik fit

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Trommeln auf dem Pezziball, Frauke Ohmes (links) gibt Anweisungen für die Übung der Gymnastikgruppe in Dalum. Foto: Manfred FickersTrommeln auf dem Pezziball, Frauke Ohmes (links) gibt Anweisungen für die Übung der Gymnastikgruppe in Dalum. Foto: Manfred Fickers

Geeste. Dienstags trifft sich die Seniorengymnastikgruppe im Martin-Luther-Haus in Geeste-Dalum. Der älteste Teilnehmer ist 94.

Fröhlich geht es zu, wenn die Gruppe im Saal des Gemeindehauses an der Schaftrift trainiert. Schon am Eingang sind lustige Kommentare und Anfeuerungsrufe zu hören. Es wird mit dem Pezziball trainiert. Das sportliche Dutzend um Fitnesstrainerin Frauke Ohmes sitzt in einer Runde, jeder hat einen Ball vor sich und Trommelstöcke in der Hand. Ohmes gibt den Rhythmus vor, und alle klopfen kräftig mit.

Jan Boers schwingt munter und im Takt die Trommelstöcke. Vor 94 Jahren wurde er in Zuidwolde unweit der Stadt Hoogeveen in den Niederlanden geboren, erzählt er. 1947 fand er einen Arbeitsplatz "auf dem Ölwerk" in Dalum. Seitdem ist er hier zuhause. Als er nach 20 Jahren mit dem Abschluss der Erdölsuche im Feld Lingen seinen Arbeitsplatz verlor, fand er als Monteur im Metallbau eine neue Aufgabe bis er Rentner wurde. "Immer in Bewegung bleiben" ist sein Motto. Dabei hilft die Seniorengymnastik "und die Gene", meint er. Denn er hat viele Hochbetagte in der Verwandtschaft seiner Mutter erlebt. Seine Freundin sei deutlich jünger, erzählt er augenzwinkernd. "Sie ist erst 90", ruft jemand in die Runde.


Jan Boers ist mit 94 Jahren das älteste Mitglied der Seniorengymnastikgruppe Dalum. Foto: Manfred Fickers


Frauke Ohmes bietet dienstags zwischen 10.15 und 11.15 Uhr ein spezielles Training für ältere Menschen an. Dafür nimmt sie regelmäßig an Lehrgängen für den Seniorensport teil. Ihr Verein ist der SV Groß Hesepe, verraten die Teilnehmer der Runde. Aber weil sie aus Dalum stammt, darf sie unweit des Vereinsheims des SV Dalum ihr Können als Übungsleiterin zeigen, ist sich die Runde einig. Die alte Rivalität der beiden Dörfer wird von den Senioren nicht wirklich ernst genommen. Das zeigen Anekdoten, die erzählt werden.

Mit knappen Anweisungen geht es an die nächste Übung mit dem Pezziball. Ohmes schmunzelt, als ein "Yes, Drillinstructor" ertönt. Denn durchsetzungskräftig sollten Trainer sein, auch gegenüber älteren Sportlern. Es sind sanfte Übungen mit wenig Hilfsmittel wie Bällen, leichten Hanteln und dem Theraband. Es geht bei Aufgaben wie Kniebeugen darum, Beweglichkeit und Koordination zu erhalten. Aus den Fortbildungen bringt Ohmes häufiger neue Herausforderungen für die Teilnehmer in das Programm ein.

Man werde körperlich richtig gefordert, aber die Geselligkeit kommt nicht zu kurz, berichten die Teilnehmer. Es werde gesungen, es gibt eine Frühstücksrunde, Sommerfeste und Weihnachtsfeiern. Es es gibt viele Gesprächsthemen, unter anderem Fußball, freut sich Boers, für den außerdem sein Hobby Angeln wichtig ist. "Es ist eine Gruppe, mit der man alles unternehmen kann."


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