Sophia Smit am anderen Ende der Welt Dalumerin lernt neuseeländische Perspektiven kennen

Von Sophia Smit

Meine Nachrichten

Um das Thema Geeste Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die beeindruckende Seen- und Gebirgslandschaft der neuseeländischen Südinsel lernte Sophia Smit während einer Tour kennen. Foto: Privatsammlung Sophia SmitDie beeindruckende Seen- und Gebirgslandschaft der neuseeländischen Südinsel lernte Sophia Smit während einer Tour kennen. Foto: Privatsammlung Sophia Smit

Geeste. Sie surfte am Strand von Auckland, sah ein Rugby-Match der All Blacks und erlebte schillernde Gegenden der Südinsel: Die Dalumerin Sophia Smit berichtet von den ersten Monaten ihres Neuseeland-Aufenthalts.

Mittlerweile ist es über drei Monate her, seit ich meine Reise ans andere Ende der Welt angetreten habe – nach Neuseeland. Schon die mehr als 24 Stunden lange Flugreise war für mich eine ganz neue Erfahrung, nicht allein wegen der Länge, sondern auch, weil es mein erster Flug überhaupt war. Deshalb war ich sehr aufgeregt, als ich mich am Frankfurter Flughafen von meiner Familie verabschiedete.

Zunächst ging es nach Hongkong, wo wir als Austauschgruppe bei einem Tagesaufenthalt die Aussicht auf die Stadt mit ihren vielen Inseln genossen, auf einer Bootstour Hongkong und seinen Hafen aus einer anderen Perspektive anschauen konnten und einen der vielen Märkte der Millionenstadt besuchten. Geschafft, aber auch zufrieden mit dem Tag, ging es zurück zum Flughafen und von dort weiter nach Auckland.

Willkommenstage

Nach weiteren 15 Stunden erreichten wir Neuseelands größte Stadt und wurden zur Unterkunft für unsere Willkommenstage gebracht. Diese bestand aus zwei kleinen, komfortablen Häusern, eines für die Jungen, das andere für die Mädchen. Dort waren wir die nächsten Tage damit beschäftigt, uns erst einmal an die völlig neue Kultur zu gewöhnen.

Schon am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zum nur eine Viertelstunde entfernten Pahia Strand. Dort wurden wir in kleine Gruppen aufgeteilt und bekamen ein Rätsel, das es zu lösen galt. So kamen wir dem Land und seiner Kultur näher. Den Nachmittag verbrachten wir abermals am Strand, aber mit ein paar Stunden Surfunterricht, was mir besonders Spaß machte.

Am Pahia-Strand von Auckland bekam die Dalumerin Sophia Smit die Gelegenheit, sich im Surfen zu versuchen. Foto: Sophia Smit


Tags darauf machten wir uns ins Zentrum Aucklands auf. Per Bus wurde uns erst die Skyline gezeigt, bevor wir mit dem Fahrstuhl ganz nach oben auf den Skytower fuhren, von wo aus wir die atemberaubende Aussicht auf die Stadt genossen. Am nächsten Morgen ging es zum eigentlichen Reiseziel – den Gastfamilien. Schon am Aucklander Flughafen wurden einige von ihren Familien empfangen oder fuhren mit dem Bus weiter. Ich allerdings hatte noch einen kleinen Anschlussflug nach Kerikeri.

Dort wurde ich von meiner Gastmutter in Empfang genommen und lernte meine beiden Gastschwestern aus Belgien und Brasilien kennen. Am folgenden Montag, gerade mal mein zweiter Tag in Kerikeri, fing die Schule an. Vor meinem ersten Schultag war ich besonders aufgeregt. Auch dieser war verbunden mit vielen neuen Erfahrungen und vielen neuen Leuten, die ich kennenlernte.

Vielfältige Perspektiven eröffnen sich Sophia Smit während ihres Neuseeland-Aufenthalts. Foto: Sophia Smit


Der Ort, in dem ich lebe, gefällt mir besonders gut. Da es sich um einen sehr kleinen Ort handelt, fühlt es sich eher nach Zuhause an, da ich auch in Deutschland aus einem eher kleineren Ort komme. Natürlich ist weder die Landschaft noch der Alltag mit meinem Leben in Deutschland zu vergleichen, aber es ist das viele Familiäre und die Tatsache, dass jeder hier jeden kennt, was mir das Gefühl von Zuhause gibt.

(Weiterlesen: Dalumerin will ein Jahr in Neuseeland verbringen)

Eine weitere Sache, die ich sehr an meiner Schule schätze, sind die vielen Aktivitäten, wie das Fach Outdoor Education. Dort haben wir mit „Rock Klimbing“ begonnen, mit „Bush Krafting“ weiter gemacht und das Ende des letzten Terms mit „Paddle Boarding“ abgeschlossen. Aber nicht nur in der Schule wird viel geboten. Auch in meiner Freizeit mache ich momentan meinen Tauchschein. Zudem besuche ich einen Fotografie-Workshop, der einmal in der Woche für eineinhalb Stunden an unserer Schule angeboten wird.

Tour über die Südinsel

Ein anderes Wochenende verbrachte ich in Auckland: Gemeinsam mit den anderen Austauschschülern meiner Schule haben wir uns das Match der neuseeländischen Rugby-Nationalmannschaft All Blacks gegen Australien angesehen, das mit einem Sieg Neuseelands endete.

In den Ferien folgte mein bisher bestes Erlebnis in Neuseeland: Dabei handelte es sich um meine Südinseltour, bei der wir zehn Tage lang rund um die Südinsel gefahren sind. Start war in Christchurch, von wo aus wir nach Tekapo fuhren, einem wunderschönen Ort, wo wir eine Unterkunft am See hatten. Tags darauf gingen wir auf einen Bootstrip inklusive Übernachtung an Bord, mitten in Neuseelands schönster Landschaft.

Beeindruckende Landschaften zeichnen die neuseeländische Südinsel aus. Foto: Sophia Smit


Weiter ging es dann nach Queenstown, einer atemberaubenden Stadt mit Blick vom Strand auf die schneebedeckten Berge, und anschließend nach Wanaka, einer kleineren Stadt, ähnlich wie Queenstown. Danach sind wie zum Franz-Josef-Gletscher gefahren, von da aus nach Motueka und zum Schluss nach Kaikoura, wo wir mit Delfinen geschwommen sind.

Insgesamt habe ich während der Tour eine Menge sehr guter Freunde aus aller Welt gefunden, mit denen ich auch in Zukunft Kontakt halten werde. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich diese Tour auf jeden Fall wiederholen. Alles in einem habe ich mich schon gut in Neuseeland eingelebt und bin gespannt auf viele weitere Erfahrungen.

Vielfältige Perspektiven eröffnen sich Sophia Smit während ihres Neuseeland-Aufenthalts. Foto: Privatsammlung Sophia Smit



Zur Person

Sophia Smit aus Geeste-Dalum lebt seit Mitte Juli 2018 in Neuseeland. Die 7400-Einwohner-Stadt Kerikeri an der Nordspitze der Nordinsel, ungefähr drei Autostunden von der Metropole Auckland entfernt, ist für ein Jahr ihr Zuhause. Dort besucht die 16-Jährige zusammen mit etwa 200 Mitschülern vom Kindergartenalter bis zur Oberstufe die elfte Klasse der Springbank School. Während ihres Aufenthalts berichtet Sophia alle paar Monate von ihren Eindrücken und Erlebnissen. trg

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN