Beschluss des Gemeinderats Geeste erhält einen Lärmaktionsplan

Von Heiner Harnack

Meine Nachrichten

Um das Thema Geeste Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Schnellstraßen wie die A31 (im Bild) und die B70 führen durch die Gemeinde Geeste, weshalb die Kommune einen Lärmaktionsplan erstellen muss. Archivfoto: Frauke BacksSchnellstraßen wie die A31 (im Bild) und die B70 führen durch die Gemeinde Geeste, weshalb die Kommune einen Lärmaktionsplan erstellen muss. Archivfoto: Frauke Backs

Geeste. Durchweg einstimmig sind während der Sitzung des Geester Gemeinderats alle Tagesordnungspunkte von den Fraktionen beschlossen worden. Es ging um eine Spende für die Ortsfeuerwehr, einen Antrag der SPD zur Anpassung der Grundstückspreise, den neu zu schaffenden Lärmaktionsplan und den Bebauungsplan „Westlich der Schwalbenstraße“.

Bürgermeister Helmut Höke sagte im Bericht der Verwaltung, dass der Vertrag mit dem Vitus-Werk demnächst unterzeichnet werde. Zudem prüfe das Unternehmen Amprion neue Leitungswege für mehrere Stromtrassen, von denen eine auch eventuell östlich des WTD 91-Geländes verlaufen könnte.

Die neue Kindertagesstätte befinde sich im Bau, so Höke weiter, der Wert auf die Feststellung legte, dass das Projekt gut kalkuliert worden sei. Verärgert zeigte sich der Bürgermeister, dass die Grünflächen in einigen Baugebieten, die eigentlich von den Anliegern gepflegt werden sollten, immer mehr zugepflastert und zugesteint würden. Da liege dann einfach loses Geröll herum, was aber definitiv nicht im Sinne der Gemeinde sei. Man werde das nicht dulden und den Anwohnern mitteilen, dass sie dort zurückbauen müssten.

Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr hatte ein Akku-Spreizgerät im Wert von rund 6500 Euro gespendet. Der Vermögensgegenstand solle aktiviert und nach neun Jahren aufwandswirksam abgeschrieben werden, so die Vorlage. Der Rat stimmte der Spende geschlossen zu.

Schallmessung

Ebenso einstimmig stellte der Rat fest, dass der Antrag der SPD-Fraktion zur Anpassung der Grundstückspreise der Gesellschafterversammlung der Service Geeste Entwicklung GmbH zur nächsten Sitzung und dem Verwaltungsausschuss zu weiteren Beratung vorgelegt werden soll. Beratung und Beschlussempfehlung sollen dann im Januar 2019 erfolgen.

Die Europäische Union hat die Umgebungsrichtlinie RL 2002/49 zur Messung von Schallimmissionen vorgelegt. Diese Norm wurde geschaffen, um Umgebungslärm möglichst zu verhindern, ihm vorzubeugen und ihn zumindest gering zu halten. Jetzt fordert die EU, eine Lärmaktionsplanung für jedes kartierte Gebiet in Europa zu erstellen. So wurde festgestellt, dass die Gemeinde Geeste mit der Autobahn 31 und der Bundesstraße 70 ebenfalls einen Lärmaktionsplan erhalten muss. Am Ende beschloss der Rat, dass Geeste einen Lärmaktionsplan erstellen wird.

Mit Blick auf den Bebauungsplan „Westlich der Schwalbenstraße“ bedauerte Höke, dass man in ein Waldgebiet eingreifen müsse. Im Bereich „Großer Sand“ werde das aber wieder ausgeglichen. Der Bauherr wolle noch in diesem Jahr mit den Arbeiten beginnen. Auch hier erging der Beschluss einstimmig.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN