Bald kann gebaut werden Gemeinde Geeste erweitert drei Wohngebiete

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Nahe der durch den Kirchturm markierten Ortsmitte soll im Dorf Geeste die Wohnsiedlung Steinbree nach Süden erweitert werden. Foto: Manfred FickersNahe der durch den Kirchturm markierten Ortsmitte soll im Dorf Geeste die Wohnsiedlung Steinbree nach Süden erweitert werden. Foto: Manfred Fickers

Geeste. Die Gemeinde Geeste will Wohngebiete in den Ortsteilen Osterbrock, Geeste und Dalum Geeste erweitern.

Im Planungs- und Bauausschuss wurde über den Stand der Vorbereitungen berichtet. Fachbereichsleiterin Britta Düthmann wies auf konkrete Anfragen von Bauwilligen hin. Die größte Fläche ist die Erweiterung des Gebiets Steinbree im Ortsteil Geeste nach Süden in zwei Abschnitten. Dem Bedarf entsprechend soll zunächst die Hälfte des im Besitz des Servicebetriebs Geeste-Entwicklung befindliche Fläche von circa 25.000 Quadratmetern erschlossen werden. 

Schon 2014 hatte der Rat das Bauleitplanverfahren eingeleitet. Weil das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege diesen Bereich 2003 als "archäologisch reservierte Fläche" festgesetzt hat, folgte 2015 eine Untersuchung einer circa zehn Prozent umfassenden Teilfläche durch Fachleute. Aufgrund von ersten Funden wurde im Sommer 2017 eine Ausgrabung und Dokumentation auf einem größeren Teilbereich durch eine Fachfirma unternommen. Die Bauherren werden verpflichtet, Aushubarbeiten bei der unteren Denkmalbehörde anzumelden und von einem Sachverständigen begleiten zu lassen, erklärte Düthmann.

Eine Urne und zwei Becher, gefunden 2017 im Gebiet Steinbree in Geeste. Foto: Manfred Fickers


Sowohl mit einer Verkehrszählung 2016 und einer Prüfung von Schallemissionen bei Veranstaltungen am Speichersee wurde ein Lärmschutzgutachten erstellt. "Aus schalltechnischer Sicht bestehen keine Bedenken gegen die Aufstellung des Bebauungsplans.

Lob fanden bei den Ausschussmitgliedern Thomas Musekamp (CDU) und Franz Günnemann (SPD) die Festsetzungen im Plan, die im Randbereich zu den bestehenden Siedlungen Einfamilienhäuser, im Inneren der Siedlung sogenannte Toscana-Häuser und Stadtvillen vorsehen. Außerdem ist auf zwei Grundstücken Mietwohnungsbau möglich.

Als positiv für die Ortsentwicklung wertete Ulrich Kuper (CDU) die Pläne durch einen Lückenschluss zwischen Tulpenweg und Dahlienstraße in Osterbrock das bebaute Gebiet um zwei Hektar abzurunden. Fachbereichsleiterin Düthmann sagte unter Hinweis auf die Entwicklung der letzten Jahre: "Osterbrock braucht Bauplätze."

Eine 1664 Quadratmeter große Fläche westlich der Schwalbenstraße im Ortsteil Dalum-Großer Sand soll für die Wohnbebauung freigegeben werden. Hier habe ebenfalls die Entwicklung der Siedlung in den vergangenen Jahren gezeigt, dass es sich um ein attraktives Wohngebiet handelt. Ein ökologischer Ausgleich soll in nächster Nähe zur Siedlung geschaffen werden. Thomas Musekamp wies auf strukturelle Probleme hin, einige Eigentümer lassen ihre vermieteten Häuser verfallen. Gleichzeitig gebe es weiteren Bedarf an Bauplätzen im  Großen Sand.


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