Denkmalplatz am Ortseingang Treffpunkt für Groß Hesepe-Torfwerk eingeweiht

Von Manfred Fickers, 12.09.2018, 12:32 Uhr
Viele Beteiligte haben an der Gestaltung des Treffpunkts am Ortseingang der Siedlung Groß Hesepe-Torfwerk mitgeholfen. Foto: Manfred Fickers

Geeste. Zu einem Treffpunkt ist der Platz am Ortseingang der Siedlung Torfwerk in Geeste-Groß Hesepe umgestaltet worden.

Bei der offiziellen Freigabe des Platzes erinnerte der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Geeste, Gerrit Meyer, daran, dass dieser Platz seit Gründung des Heseper Torfwerks 1913 eine besondere Bedeutung hatte. 1928 bis 1938 stand hier eine Schule, hier befand sich ein Wasserwerk für das Unternehmen und die Siedlung. Schon 1988 bei der 75-Jahrfeier, gab es Überlegungen, an dieser Stelle neben der Kreuzung der Süd-Nord-Straße mit der Hermann-Rüter-Straße und der Georg-Klasmann-Straße ein Denkmal aufzustellen. Zur 100-Jahrfeier sei der Gedanke wieder aufgegriffen worden.


Das Denkmal für Unternehmensgründer Georg Klasmann. Im Hintergrund der Torfstecher und die Feldbahn. Foto: Manfred Fickers


Jetzt stehen hier ein Denkmal für den Torfwerksgründer Georg Klasmann (1885 - 1961), eine Schutzhütte für Radwanderer, ein Denkmal für die Torfstecher und eine Feldbahnlok mit zwei Loren. Bürgermeister Helmut Höke sagte, es sei nicht nur ein Treffpunkt für die Wohnsiedlung, denn hier befindet isch ein zentraler Punkt im Radwanderwegnetz unweit des Emsland-Moormuseums, auf das die Denkmäler neugierig machen. Das gute Miteinander im Dorf habe sich nicht nur daran gezeigt, dass viele Freiwillige an der Platzgestaltung mitwirkten, sondern auch ortsansässige Firmen wie die Klasmann-Deilmann GmbH als Nachfolgerin des Heseper Torfwerks, das Autohaus Rakel, der Heinze Lohnbetrieb und das Baugeschäft Kewe. Der Aufwand war wegen des Mooruntergrunds recht hoch. Unter dem Gleisstück für die Lok und die beiden Loren musste der Boden ausgetauscht werden, dazu wurden gepflasterte Bereiche und Grünflächen angelegt, beschrieb Christian Moß vom  Bauhofs der Gemeinde Geeste die Arbeiten. 10.000 Euro hat die Gemeinde investiert.

Neu sind die Denkmalstücke nicht. Die Feldbahnfahrzeuge standen ursprünglich an einem anderen Standort, ebenso das Torfstecherdenkmal. Gerrit Meyer freut sich, dass die Schaustücke jetzt an einem Ort zusammengeführt sind. Er würdigte den großen Einsatz, den die Firma Klasmann-Deilmann für das Vorhaben gezeigt hat.


Der Treffpunkt in Groß Hesepe-Torfwerk mit der Schutzhütte. Foto: Manfred Fickers


"Wir als alteingesessenes Unternehmen fanden die Idee eines solchen Rastplatzes schön und haben uns deshalb ein wenig an der Umsetzung beteiligt", sagte Unternehmenssprecher Dirk Röse. "Aus Sicht von Klasmann-Deilmann bildet dieser Platz eine Brücke, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, zwischen Moor, Torfgewinnung und Renaturierung, zwischen Tradition und Innovation, zwischen dem Unternehmen und seiner Heimatregion, vor allem aber zwischen den Menschen, die hier arbeiten und ihren Nachbarn gleich nebenan in der Siedlung Torfwerk." 

Denn nebenan, im Innovation Center wird an Ideen und Produkten für die Zeit nach dem Torf gearbeitet, Neuerungen für den Gartenbau entwickelt und nachhaltige Lösungen für die Ernährungswirtschaft, erklärte Röse. "Unser Blick geht weit nach vorne. Aber wird vergessen unsere Herkunft nicht, sind hier fest verwurzelt. Deshalb sind wir dankbar für diese Insel der Besinnung."

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