Finanziell gut entwickelt Gemeinde Geeste legt Bericht zum Haushalt vor

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Die Baukräne zeigen es, die Gemeinde Geeste wächst. Deshalb bekommt sie mehr Geld aus dem Finanzausgleich der Städte und Gemeinden. Foto: Manfred FickersDie Baukräne zeigen es, die Gemeinde Geeste wächst. Deshalb bekommt sie mehr Geld aus dem Finanzausgleich der Städte und Gemeinden. Foto: Manfred Fickers

Geeste. Die Gemeinde Geeste liegt bei ihrer finanziellen Entwicklung gut im Plan. Dies geht aus dem Bericht hervor, der dem Gemeinderat übergeben wurde.

"Wir liegen insgesamt gut im Plan", sagte Kämmerer Ludger Tallen. Bei den Einnahmen gab es im Bereich der Gewerbesteuer bislang ein Plus von 6,2 Prozent gegenüber der im Haushaltsplan 2018 enthaltenen Summe. Andere Kommunen melden deutlich stärkere Zuwächse, dennoch sei die Steigerung erfreulich. Im Bereich der Grundsteuern liegen die Einnahmen im geplanten Bereich. 

Eine Prüfung der Einwohnerzahl habe ein Wachstum ergeben, am 30. Juni leben 11.382 Menschen in der Gemeinde Geeste. Erfreulicher Effekt sei, dass damit die Schlüsselzuweisungen, also die Überweisungen aus Steuermitteln des Finanzausgleichs an die Gemeinde damit steigen. Allerdings gehe hiervon wieder ein Teil in die Kreisumlage, merkte Tallen an. Damit wirke sich für die Gemeinde die Senkung des Beitragssatzes der Kreisumlage nicht in vollem Umfang aus. Bei der Einkommens- und Umsatzsteuer gebe es ein Plus.

Der Kämmerer wies auf die hohen Ausgaben für neue Kinderkrippen- und Kindergartenplätze hin, die sen Haushalt belasten. Die noch nicht ausgeschriebenen Gewerke bei den Bauvorhaben bezeichnete er als Risiko, denn man müsse mit Preissteigerungen rechnen, die bei der Aufstellung des Haushalts noch nicht vollständig überblickt werden konnten. Insgesamt  stelle sich die Entwicklung der Gemeindefinanzen besser als erwartet dar.

Bürgermeister Helmut Höke freut sich über die "leicht positive Einnahmeentwicklung". Sorgen bereiten ihm der hohe Investitionsbedarf bei den Kindertagesstätten, zu dem noch die steigenden Kosten für den Betrieb hinzu kommen. Wichtig sei, dass die Schuldentilgung voran kommen.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Franz-Josef Sahnen sprach von einer erfreulichen Entwicklung. Die Einnahmen seien ein gutes Fundament, um große Ziele zu erreichen, besonders bei der Kinderbetreuung. Er ist zuversichtlich, dass am Jahresende eine schwarze Zahl am Ende der Bilanz steht. Er dankte Tallen und seinen Mitarbeitern. Peter Kramer, SPD-Fraktionsvorsitzender, wies auf die Vorteile der von seiner Fraktion angeregten halbjährlichen Berichte hin, die eventuelle Haushaltsrisiken erkennbar machen. Mit seinen Vorrednern war sich Heiner Brockhaus (UWG) einig, dass die Ratsfraktionen den Schuldenabbau nicht aus den Augen verlieren dürfen.

Zugestimmt hat der Rat der Erstellung eines touristischen Konzepts für den Speichersee Geeste. Bürgermeister Höke betonte, dass dabei der See und sein Umfeld in der Gemeinde Geest und der Stadt Lingen in den Blick genommen wird. Für das Gemeinschaftsprojekt der Lokalen Aktionsgruppen (LAG) „Moor ohne Grenzen“, in der die Gemeinde Geeste vertreten ist, und „Südliches Emsland“ für die Stadt Lingen, können  Zuschüsse aus dem Programm Leader der Europäischen Union beantragt werden.

Mit "endlich, endlich" kommentierte Peter Kramer den Antrag. Denn seit 1986 seit die Gemeinde bestrebt, den Tourismus zu fördern, daher sei es gut, dass mit der Stadt Lingen und dem Landkreis Emsland Partner beteiligt sind. Franz-Josef Sahnen erwähnte, dass der Rat mit seinen Entscheidungen für die Entwicklung im Bereich von Deichkrone und Seeterrasse eine Grundlage geschaffen hat. Jetzt gehe es darum auch die Attraktionen rund um den See einzubeziehen.



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