Erdöl wird weiterhin benötigt Europaparlamentarier besucht Neptune Energy in Geeste

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Vor dem Rundgang durch den Erdölbetrieb Bramberge in Geeste Bramhar gab es erst einmal Informationen. Vordere Reihe, von links: Andreas Scheck, Geschäftsführer Neptune Energy Deutschland, Marc-André Burgdorf, CDU-Landratskandidat, MdEP Jens Gieseke und der Vorsitzende des CDU-Ortsvereins Osterbrock, Josef Penning. Foto: Manfred FickersVor dem Rundgang durch den Erdölbetrieb Bramberge in Geeste Bramhar gab es erst einmal Informationen. Vordere Reihe, von links: Andreas Scheck, Geschäftsführer Neptune Energy Deutschland, Marc-André Burgdorf, CDU-Landratskandidat, MdEP Jens Gieseke und der Vorsitzende des CDU-Ortsvereins Osterbrock, Josef Penning. Foto: Manfred Fickers

Geeste. Über die Zukunft der Erdölförderung hat sich der Europaparlamentarier Jens Gieseke bei Neptune Energy in Geeste informiert.

Der CDU-Ortsverband Osterbrock hatte das Gespräch mit dem seit Juni im Amt befindlichen Geschäftsführer von Neptune Energy in Deutschland, Andreas Scheck, vermittelt. Zur Besichtigung des Betriebs Bramberge in der Gemeinde Geeste wurde Gieseke vom CDU-Landratskandidaten Marc-André Burgdorf, Bürgermeister Helmut Höke und 20 CDU-Mitgliedern begleitet. 

Scheck stellte Neptune Energy Deutschland vor. Von 550 Mitarbeitern sind 234 in der Zentrale in Lingen, 75 im Betrieb Osterwald und 45 in Rühlermoor tätig. Das Erdöl aus den Ölfeldern in den Landkreises Grafschaft Bentheim und Lingen sowie aus dem niederländischen Feld Schoonebeek in der auf die hiesigen Ölsorten eingestellten Raffinerie Emsland in Lingen verarbeitet. Darüber hinaus sichern die Förderbetriebe Arbeitsplätze in vielen spezialisierten Betrieben der Region. Neptune Energy bilde aus und suche stets Personal.

Erdöl werde weiterhin benötigt, denn daraus hergestellte Produkten finden sich in allen Lebensbereichen. Vom Smartphone bis zum Elektroauto, die Konstrukteure bleiben auf den Rohstoff angewiesen, sagt Scheck. Für eine einzige Windkraftanlage werden Materialien aus rund 90 Tonnen Erdöl benötigt. Die Gewinnung von Erdöl und Erdgas in Deutschland habe den Vorteil von kurzen Wegen zu den Verbrauchern. "Ich glaube fest an die Zukunft der Erdöl- und Erdgasförderung in der Region", erklärte der Geschäftsführer. "Mit Hilfe bewährter Verfahren und moderner Technik werden wir weiterhin Rohstoffe fördern, die die Grundlage unseres alltäglichen Lebens sind."

Ölfeld Bramberge

Am Beispiel des Feldes Bramberge beschrieb Scheck gemeinsam mit Distriktleiter West, Michael Funke und Hubert Müller, Betriebsleiter Öl im Distrikt West, wie die Erdölförderung auf hohem Niveau gehalten wird. Aktuell läuft ein Erneuerungsprogramm für Anlagen und Leitungen mit einem Investitionsvolumen von mehreren Millionen Euro. Darüber hinaus sind Fachleute damit befasst, einen Plan für die weitere Entwicklung des Ölfelds zu erarbeiten. Beim Rundgang im Betrieb Bramberge bestaunten die Gäste die Fortschritte bei der Optimierung der Ölaufbereitung und der Prozessleittechnik. 

Stolz präsentierten die Neptune Energy Mitarbeiter Zahlen. Seit Eröffnung des Feldes 1958 Bramberge sind  hier über 20 Millionen Tonnen Erdöl gefördert worden, im letzten Jahr waren es 71.720 Tonnen. Die Produktion könne noch 20 bis 30 Jahre weitergehen, sagte Scheck. Dies sei aber nicht nur von den gewinnbaren Vorräten abhängig, sondern auch von der Preisentwicklung. 

Rückbau von Anlagen

Zur Sprache kam das Schicksal von Anlagen, die nicht mehr benötigt werden. "Natürlich werden wir auch unsere Verantwortung zum Rückbau von stillgelegten Anlagen gerecht. Nach jahrzehntelanger Förderung gilt es aufzuräumen", meint Scheck. Er nannten den Rückbau von 28 Kilometern alter Leitungen in den Feldern Adorf und Scheerhorn, das Verfüllen alter Bohrungen und die Beseitigung von ehemaligen Betriebsplätzen. So wie die ehemalige Bohrschlammgrube Erika in Geeste-Dalum saniert worden ist, sollen auch die Bohrschlammgruben Rühlertwist und Rühlermoor in Abstimmung mit dem Bergamt beseitigt werden.


Neptune Energy in Deutschland

Neptune Energy Deutschland mit Sitz in Lingen ist eine Tochtergesellschaft der international tätigen Neptune Energy Gruppe. Der Betrieb steht in der Nachfolge der vor 130 Jahren gegründeten Carl Deilmann Bergbau- und Tiefbau GmbH, die 1938 die Erdgas-Lagerstätte unter dem Bentheimer Wald entdeckte und seitdem in der Region Erdgas und Erdöl in der Region sucht und fördert. Das Unternehmen ist in ganz Deutschland tätig. Nach Firmenangaben wurden 2017 aus 36 Feldern insgesamt 4,7 Millionen Barrel Ölequivalent gefördert.

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