„Gott im Alltag der Mobilität“ Reisesegen in der Autobahnkapelle in Groß Hesepe

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Sie gestalteten den ökumenischen Gottesdienst mit Reisesegen, von links: Pfarrer Thorsten Jacobs, Pfarrer Jürgen Altmeppen, Generalvikar Theo Paul, Hans-Josef Leinweber und Gottesdiensthelfer Mathis Block-Jacobs . Foto: Jessica WilkenSie gestalteten den ökumenischen Gottesdienst mit Reisesegen, von links: Pfarrer Thorsten Jacobs, Pfarrer Jürgen Altmeppen, Generalvikar Theo Paul, Hans-Josef Leinweber und Gottesdiensthelfer Mathis Block-Jacobs . Foto: Jessica Wilken

Geeste. Generalvikar Theo Paul hat in diesem Jahr als Gastprediger am traditionellen ökumenischen Gottesdienst mit Reisesegen in der Autobahnkapelle „Jesus, Brot des Lebens“ an der A31 teilgenommen.

Die beiden die Kapelle betreuenden Geistlichen, Pfarrer Thorsten Jacobs (evangelisch-lutherische Kirchengemeinden Dalum und Twist) und Pfarrer Jürgen Altmeppen (katholische Pfarreiengemeinschaft Geeste), hatten zusammen mit dem Vorsitzenden des Fördervereins der Autobahnkapelle, Hans-Josef Leinweber eingeladen.

Pfarrer Jürgen Altmeppen begrüßte die rund 200 Gottesdienstbesucher, die in der 60 Personen Platz bietenden Autobahnkapelle, aber überwiegend davor Platz fanden. „60.000 Besucher finden jährlich den Weg in die kleine Kapelle im Herzen des Emslands. Autobahnkapellen sind „Raststätten für die Seele“, sagte Altmeppens Kollege Pfarrer Jacobs.

In seiner Predigt erinnerte Generalvikar Theo Paul daran, dass die Mobilität der Menschen, wie sie insbesondere auf einer Autobahn zum Ausdruck komme, viele Vorteile habe, da sie Menschen in Bewegung bringe, zur Arbeit, zueinander und auch wichtig für die Wirtschaft sei. Anderseits sehe er auch die Nachteile im Blick auf die Belastungen für Mensch und Natur und in ihr den Ausdruck der Rastlosigkeit unserer Zeit verankert.

„Unterbrechung“, so zitierte Theo Paul den Theologen Johan Baptist Metz, „sei die kürzeste Definition von Religion, und es gelte, Gott in der Mobilität des Alltags zu entdecken. Mobilität ohne Unterbrechung kann lebensgefährlich sein!“, mahnte der leitende Geistliche weiter. Eine Autobahnkapelle biete solch einen Raum der Unterbrechung, einen Ort, wo die Seele der Menschen ein Dach habe - so wie in diesem emsländischen Backhaus an der Autobahn, schloss der Generalvikar seine Ausführungen.

„Unterbrechung“

Der Reisesegen ist in den Autobahnkapellen von besonderer Bedeutung und spielt in der christlichen Tradition eine große Rolle. Die drei Liturgen spendeten ihn zum Abschluss des Gottesdienstes gemeinsam.

Pfarrer Thorsten Jacobs dankte für die große Beteiligung und ökumenische Mitgestaltung des Gottesdienstes durch die evangelische Organistin Albina Rachmanin, die Band Capo d‘ Asta unter Leitung von Hubert Thater und für Sohn Mathis, der als Gottesdiensthelfer den feierlichen Gottesdienst mitgestaltete. Im Namen des Heimatvereins Geeste und des Fördervereins der Autobahnkapelle, in dessen Verantwortung die sich selbst tragende Kapelle liegt, lud der Vorsitzende des Fördervereins, Hans-Josef Leinweber, die ökumenische Gemeinde in einem neben der Kapelle aufgebauten Zelt zu einem Kaffeetrinken ein.


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