Saatgut sorgt für Artenvielfalt Ehemalige Deponie Erika ist nun Wildblumenwiese

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Die neue Sonnenblumenwiese besuchten der Bürgermeister von Geeste, Helmut Höke, Thomas Schomaker, Vorsitzender des Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland/ Grafschaft Bentheim e.V., Landwirte und Jäger aus Dalum Ralf Otten, Hubert Lüken und Bernd Plagge sowie Britta Düthmann, Fachbereichsleiterin Planen und Bauen. Foto: Sarah AbheidenDie neue Sonnenblumenwiese besuchten der Bürgermeister von Geeste, Helmut Höke, Thomas Schomaker, Vorsitzender des Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland/ Grafschaft Bentheim e.V., Landwirte und Jäger aus Dalum Ralf Otten, Hubert Lüken und Bernd Plagge sowie Britta Düthmann, Fachbereichsleiterin Planen und Bauen. Foto: Sarah Abheiden

Geeste. Jäger und Landwirte haben auf Initiative des Ratsherrn Ralf Otten an der Straße „Am Wasserwerk“ in Dalum eine Blühfläche mit regionaler Saatmischung angelegt.

Die Idee kam von Jägern und Landwirten aus Dalum. Unterstützung bekamen diese von den Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland/ Grafschaft Bentheim e.V. Thomas Schomaker, Vorsitzender der Biotop-Fonds sagt: ,,Solche Projekte sollen sensibilisieren und zum Nachdenken über unser Handeln in unserer hiesigen erhaltenswerten Natur mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt anregen.“ Er berichtet, dass es wichtig sei, weitere Anpflanzungen solcher Flächen zu unterstützen um die Artenvielfalt zu erhalten und um Rückzugsräume zur Nahrungssuche sowie für die Brut- und Aufzuchtphase der Wildtiere zu ermöglichen, denn der Niederwildrückgang ist weiterhin in unserer Region präsent. Jäger und Landwirt Bernd Plagge hofft auf weitere Flächen, die zur Anpflanzung von Wildblumenwiesen genutzt werden können. Die Gemeinde unterstützt das Projekt.

Das rund 41.000 Quadratmeter große Grundstück gehört inzwischen der Gemeinde Geeste. Bis 2017 befand sich hier die Bohrschlammdeponie Erika des Erdölunternehmens Engie, jetzt Neptune Energy, die in den vorherigen zwei Jahren komplett beseitigt worden ist. Dabei wurde das gesamte Material amtlich kontrolliert entnommen und fachgerecht entsorgt.

Der Landkreis Emsland hat ein Förderprogramm mit dem Ziel, den Verlust von heimischen Tieren und Pflanzen im Emsland entgegenzuwirken. Er stellt zertifiziertes „Regio-Saatgut“ mit heimischen Wildblumen, Wildkräutern und Gräsern unter bestimmten Voraussetzungen kostenlos zur Verfügung. Privatpersonen, Vereine und Verbände sowie Kommunen können dieses Angebot nutzen.

Wachstum von Wildblumen wird unter anderem durch Pestizide, Überdüngung und zu häufiges Mähen gehemmt. Ziel des Förderprogramms ist es, dem Verlust von heimischen Tieren und Pflanzen im Emsland entgegen zu wirken. Durch das Aussäen von Wildblumen wird Nahrung sowie Lebensraum von Hummeln, Wildbienen, Schmetterlingen und Käfern erhalten. Davon profitierten ebenfalls Vögel, Kleinsäugetiere, Frösche, Kröten und Eidechsen.

Informationen können dem Informationsflyer zum Förderprogramm entnommen werden und sind beim Landkreis Emsland, Ansprechpartnerin Maike Hoberg, Tel.: 05931/441578, E-Mail: maike.hoberg@emsland.de erhältlich.


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