„Made in Germany“ erhalten IHK-Spitze lobt Coppenrath-Feingebäck in Geeste

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Diskutierten die aktuelle Lage: Andreas Coppenrath (links) und IHK-Präsident Martin Schlichter (rechts). Foto: IHKDiskutierten die aktuelle Lage: Andreas Coppenrath (links) und IHK-Präsident Martin Schlichter (rechts). Foto: IHK

Geeste. IHK-Präsident Martin Schlichter und IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf haben die Coppenrath Feingebäck GmbH in Groß Hesepe besucht. Ihr Fazit: Unternehmen wie dieses, die in den Standort investieren und Arbeitsplätze schaffen, bringen das Emsland voran.

Dies erklärten die beiden IHK-Vertreter in einer Pressemitteilung. Im Gespräch mit Geschäftsführer Andreas Coppenrath hatten sie sich über aktuelle Entwicklungen des Familienbetriebs informiert.

Der Hersteller von Dauerbackwaren beschäftigt inzwischen 300 Mitarbeiter. Diese sorgen dafür, dass täglich bis zu 120 Tonnen Backwaren ausgeliefert werden können. „Wir sind auf Wachstumskurs. Daher haben wir im April in ein neues Lager investiert und eine Erweiterung unserer Kommissionierung geplant“, schilderte Coppenrath.

Der Erfolg des Familienunternehmens lasse sich auch auf neue Produktideen zurückführen. So wurde das Sortiment vor einiger Zeit um veganes, laktose- und zuckerfreies Gebäck erweitert. Für Produktinnovationen wurde das Traditionsunternehmen in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal von der Rundschau für den Lebensmittelhandel mit der Auszeichnung „Sweetie“ prämiert.

Bürokratie abbauen

Der Unternehmer war sich mit Schlichter und Graf einig, dass bürokratische Vorschriften nicht zum Hemmnis für Wachstum und Innovationen werden dürften. Von der Politik wünscht sich Coppenrath deshalb vor allem einen beherzten Bürokratieabbau. Als Beispiele nannte der Unternehmer Auflagen von Lebensmittelbehörden und fortwährende Änderungen im Deklarationsbereich.

Das 1825 gegründete Unternehmen verkauft seine Produkte mittlerweile in weltweit mehr als 60 Ländern. Aus diesem Grund zeigte sich Coppenrath besorgt, dass ein Verlust des bisherigen Qualitätssiegels „Made in Germany“ der deutschen Wirtschaft schaden könnte. Eine aktuelle Studie der Germany Trade & Invest (GTAI) hatte nämlich ergeben, dass „Made in Germany“ international trotz politischer Negativschlagzeilen – etwa im Zusammenhang mit Großprojekten wie dem Berliner Flughafen – nach wie vor als Garant für Leistungsstärke und Zuverlässigkeit gilt. Coppenrath spricht sich deshalb für den Fortbestand des Labels aus, da es auf die hohe Qualität deutscher Produkte verweise.

Der Unternehmer betonte auch die hohe Wertschätzung für seine Mitarbeiter. „Wichtig ist uns, dass unsere Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen. Sie sollen sich wohlfühlen und sich hier verwirklichen können“, betonte der Unternehmer. Diese Devise gelte auch für seine Auszubildenden. Aktuell beschäftigt das Unternehmen sieben. Doch der Fachkräftemangel ist auch für die Großbäckerei ein Thema. „Fachkräftesicherung ist eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre für das Emsland. Daher unterstütze ich die Aktivitäten der IHK im Bereich der beruflichen Ausbildung“, erklärte Coppenrath. Besonderen Handlungsbedarf sehe er bei der Berufsorientierung an Schulen.


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