Ärzte für Osterbrock gesucht Gemeinde Geeste will Praxis wieder besetzt sehen

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Wollen die Arztpraxis in Osterbrock wieder in Betrieb sehen, von links: Peter Kramer, Lara Evers, Josef Steinkamp, Michael Vennemann, Ulrich Kuper und Helmut Höke. Foto: Manfred FickersWollen die Arztpraxis in Osterbrock wieder in Betrieb sehen, von links: Peter Kramer, Lara Evers, Josef Steinkamp, Michael Vennemann, Ulrich Kuper und Helmut Höke. Foto: Manfred Fickers

Geeste. Bei einer Besichtigung der leer stehenden Praxisräume an der Gartenstraße in Osterbrock haben Ratsmitglieder und Bürgermeister Helmut Höke dem Besitzer ihre Unterstützung zugesagt, dass hier bald wieder Ärzte tätig sind.

Michael Vennemann aus Haselünne-Lehrte hat den Gebäudekomplex mit Arztpraxis und Wohnung gekauft. Ratsfrau Lara Evers (CDU) sprach beim Besuch die Sorge der Einwohner an, dass die Räume anderweitig genutzt werden sollen. Vennemann betonte: „Es soll eine Arztpraxis bleiben, das ist mein Ziel.“ Josef Steinkamp (CDU) kennt Vennemann seit Langem: „Was er sich vornimmt, setzt er mit Geduld und Beharrlichkeit um.“

Beim Rundgang wurde deutlich, dass der Leerstand nicht durch den Zustand des Gebäudes bedingt ist. „Eine tolle Praxis für zwei Ärzte“, sagte Bürgermeister Helmut Höke. Es ist ein gut gepflegtes Gebäude, zuletzt vor 20 Jahren erweitert. Acht Behandlungszimmer mit Nebenräumen, dazu eine große Wohnung mit Garten in gutem Zustand. „Alles, was gebraucht wird“, meint der Bürgermeister.

Mit einer schnellen Wiederbesetzung rechnen weder der Besitzer noch die Politiker. Schließlich haben sich vor Schließung der Praxis keine Nachfolger gefunden. Dennoch spricht aus Sicht der Politiker viel dafür, dass der Standort attraktiv ist. Es müsse aber kräftig geworben werden.

Der Praxisbetrieb sei wegen gesundheitlicher Probleme der hier tätige Ärzte aufgegeben worden, erklärte Höke. Peter Kramer (SPD) bestätigte, dass die hier praktizierenden Ärzte einen Patientenstamm aus dem Osten der Gemeinde Geeste und aus den Randgebieten der Nachbarstädte und -gemeinden hatten. „Ein Standort mit Tradition“, merkte Josef Steinkamp (CDU) an. Und mit Zukunft meinen Steinkamp und Kramer. Parkplätze seien am Praxisgebäude reichlich vorhanden, durch die Nähe zum Bahnhof sei sie auch ohne Auto gut zu erreichen. Die in der Nachbarschaft entstehenden neuen Wohngebäude für Senioren und die Erweiterung der Wohngebiete bringen ein Wachstum der Bevölkerung. Mit dem geplanten Neubau des Dorfladens werde das Versorgungsangebot verbessert.

Die Gemeinde sei im Gespräch mit der Ärztekammer und mit der Kreisverwaltung, sagte Höke. Diese unterstützte gemeinsam mit dem Verein „Meilenstein - Weiterbildungsgesellschaft für Ärztinnen und Ärzte im Landkreis Emsland“ die Werbung um die Ansiedlung von Ärzten auf dem Lande. Denn eine Bedarfsermittlung habe ergeben, dass es eine Unterversorgung gibt. Ulrich Kuper (CDU) beschreibt die Folgen: „Man muss weite Wege auf sich nehmen zum nächsten Hausarzt, noch länger sind die Strecken zu Fachärzten.“


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