Bauplätze für Groß Hesepe Gemeinde Geeste steigt in die Planung ein

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Geeste. Im Ortsteil Groß Hesepe werden die Bauplätze knapp. Die Gemeinde Geeste will jetzt zwei Flächen für die Bebauung erschließen.

Fachbereichsleiterin Britta Düthmann stellte die Überlegungen für die Flächen südlich des Weidewegs und nördlich der Markusstraße im Planungs- und Bauausschuss vor. Am Weideweg, westlich der Kordestraße, besitzt die Gemeinde ein Grundstück, dass wegen einer früher hier vorhandenen Hochspannungsleitung bislang nicht bebaut werden konnte. Möglich wäre eine Erschließung des hinteren Bereichs der großen Grundstücke an der Kordestraße, aber dies werde von der Mehrheit der Anlieger abgelehnt. Städtebaulich hätte die Gemeinde den Vorteil, hier einen Lückenschluss zwischen der Bebauung an der Kordestraße und der am Weideweg zu schaffen. Heiner Brockhaus (UWG) bemängelte den unregelmäßigen Zuschnitt des Grundstücks. Düthmann antwortete, dass es durchaus Möglichkeiten für eine attraktive Erschließung mit günstig zugeschnittenen Grundstücken gebe. Es sei außerdem das einzige Grundstück im Besitz dre Gemeinde in diesem Ortsbereich.

Ulrich Kuper (CDU) schlug vor, die Erschließung so vorzunehmen, dass eine Bebauung der hinteren Teile der Grundstücke an der Kordestraße möglich bleibt. Lothar Achenbach (SPD) empfahl eine Erschließung über zwei Stichstraßen um Durchgangsverkehr zu vermeiden. Der Ausschussvorsitzende Nils Stenzel-Niers sagte, die Planung sei aus Sicht von Klein Hesepe zu begrüßen.

Diskussionsbedarf gibt es noch beim Thema neue Baugrundstücke für die Siedlung Torfwerk. Bürgermeister Helmut Höke sprach sich für eine Prüfung des alten Sportplatzes an der Markusstraße für eine Bebauung aus. Mit der Aufwertung der Sportanlage in Klein Hesepe werde das 15.000-Quadratmeter-Gelände nicht mehr im jetzigen Umfang gebraucht. Eine Bodenuntersuchung habe ergeben, dass unter einem Teil der Fläche eine mehr als fünf Meter dicke Torfschicht liegt. Grundsätzlich wäre eine Bebauung mit dem Ziel der Nachverdichtung der Siedlung wünschenswert.

Franz Günnemann (SPD) zeigte sich skeptisch, denn ein Bodenaustausch mache das Bauen teuer. Sorge gibt es wegen der Nähe zur Kompostierungsanlage der Klasmann-Deilmann GmbH. Immer wieder hätten Anwohner über Geruchsbelästigung geklagt, sagte Lothar Achenbach. Der Bürgermeister erklärte, dass im Rahmen des Bauleitverfahrens bei der vorgeschriebenen Umweltprüfung diese Frage beantwortet wird.

Dem Rat wurde die Anpassung eines Baufensters für einen landwirtschaftlichen Betrieb in Varloherfeld empfohlen. Düthmann wies darauf hin, dass das Baufenster für einen Stall mit bis zu 15.000 Biolegehennen nach Westen verschoben werden sollte. Zudem müssen die allgemeinen Bestimmungen des Bebauungsplans aktuellen rechtlichen Vorgaben angepasst werden.


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