Doppelausstellung im Moormuseum Das Emsland vor 100 Jahren

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Das Foto eines Flugzeugs, das vor rund 100 Jahren in emsländischer heide gelandet war, hängen Ansgar Becker, Sebastian Holt und Sebastian Geffe (v.l.) in der neuen Ausstellung des Moormuseums auf. Foto: Tobias BöckermannDas Foto eines Flugzeugs, das vor rund 100 Jahren in emsländischer heide gelandet war, hängen Ansgar Becker, Sebastian Holt und Sebastian Geffe (v.l.) in der neuen Ausstellung des Moormuseums auf. Foto: Tobias Böckermann

Geeste. Ab Sonntag widmet das Emsland Moormuseum zwei Fotografen eine Doppelausstellung. Hermann Reichling hatte vor gut 100 Jahren im Emsland fotografiert, Jan Oosting in etwa zur gleichen Zeit im Raum Emmen.

Beide haben der Nachwelt Fotografien aus einer Zeit hinterlassen, in der vor allem das Emsland wenig dem Emsland von heute gemein hatte. Kaum Straßen, dafür viel öde Weite und ärmliche Häuser boten für den ehemaligen Direktor des Naturkundemuseums in Münster, Hermann Reichling (1880-1948), reichlich Motive.

Als Zoologe widmete er sich aber auch den Tieren und Pflanzen des Emslandes und der Grafschaft Bentheim und seine Fotos geben heute Zeugnis ab von einer längst versunkenen Natur und Kultur.

Der Niederländer Jan Oosting (1863-1941) fotografierte wie Hermann Reichling mit Hilfe einer Plattenkamera die Landschaft und das von Handarbeit geprägte Landleben um seine Geburtsstadt Emmen. Oosting, der sich schon sehr früh für die Fotografie begeisterte, arbeitete aber zunächst als Notaranwärter in der Kanzlei seines Vaters. Bereits mit 36 Jahren zog er sich aus der Kanzlei zurück und widmete sich ausschließlich der Fotografie. In seinem Selbstverständnis als Fotograf sollten seine Aufnahmen im Gegensatz zu Reichling eher keinen dokumentarischen Charakter haben. Oosting suchte die künstlerische Auseinandersetzung mit seiner Heimatregion.

Das Museum Collectie Brands in Nieuw-Dordrecht verwahrt 250 Glasnegative, von denen sie einige dem Moormuseum zur Verfügung gestellt hat. Die Bilder des Fotografen Reichling stammen aus dem Medienzentrum des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe, Münster, das viele seiner mehr als 10.000 Glasplatten digitalisiert hat. Die Ausstellungen „Bilder des Emslandes“ (Reichling) und „Onder de Zwarte Doek“ (Oosting) wird am Sonntag, dem 19. August um 11 Uhr eröffnet und ist bis zum 4. November zu sehen.


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