Ein Konzept muss her Neue Angebote für Touristen am Speichersee Geeste

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Ein touristisches Konzept wollen die Gemeinde Geeste und die Stadt Lingen für den Speichersee Geeste. Das Bild zeigt die Bucht mit dem Badestrand, dem Seglerstützpunkt links und dem Surferheim rechts. Foto: Richard HeskampEin touristisches Konzept wollen die Gemeinde Geeste und die Stadt Lingen für den Speichersee Geeste. Das Bild zeigt die Bucht mit dem Badestrand, dem Seglerstützpunkt links und dem Surferheim rechts. Foto: Richard Heskamp

Geeste. Die Gemeinde will den Tourismus am Speichersee Geeste besser fördern. Dafür sollen Fachleute jetzt ein Konzept erstellen.

Ziel sei es, durch eine Qualitätsverbesserung die Verweildauer und die Besucherresonanz zu steigern, sagte Erster Gemeinderat Hans Hanenkamp im Ausschuss für Touristik und Kultur der Gemeinde Geeste. Dafür sei das touristische Angebot zu analysieren und daraus Vorschläge für Verbesserungen abzuleiten, die natürlich für die Beteiligten auch finanzierbar sein müssten. Neben der Gemeinde und der Stadt Lingen zeige sich der Landkreis Emsland sehr an einer weiteren Aufwertung interessiert.

Dazu werden jetzt Angebote bei Fachbüros in Hannover, Köln und Lingen eingeholt, unter denen der Auftrag vergeben werden soll. Weil der See teils auf dem Gebiet der Stadt Lingen liegt,

t gibt es die Überlegung, die Finanzierung des touristischen Konzepts als Gemeinschaftsprojekt der Lokalen Aktionsgruppen (LAG) „Moor ohne Grenzen“ in der die Gemeinde Geeste vertreten ist und „Südliches Emsland“ für die Stadt Lingen in Gang zu setzen, erklärte Hanenkamp. Es wird mit Kosten in Höhe von 30.000 Euro gerechnet, mit Eigenanteilen für Geeste und Lingen von jeweils 6000 Euro. Die LAGen können voraussichtlich Mittel aus dem europäischen Leader-Programm in Höhe von 18.000 Euro an den Gesamtkosten einwerben.

Der Aufenthalt am Speichersee kann für Besitzer von Elektroautos attraktiver werden. Die Gemeinde Geeste hat auf Antrag der SPD-Fraktion Gespräche mit dem Ziel geführt, Ladestationen einzurichten. Passend dazu hat der Kreistag beschlossen, solche Projekte zu fördern. Der Versorger Innogy SE kann vom Bund Fördermittel für zwei Ladesäulen in der Gemeinde Geeste erhalten. Wie Hanenkamp berichtete, geht die Überlegung dahin, die Ladesäulen dort aufzustellen, wo die Verweildauer während des Ladevorgangs gut genutzt werden kann. Dies sei in der Ortsmitte von Dalum, wegen der Einkaufsmöglichkeiten und der Gastronomie, ebenso am Speichersee Geeste wegen der touristischen Qualität gegeben. Innogy SE sichere zu, dass die Ladesäulen nachweislich mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt werden.

„Eine tolle Sache“, lautete der Kommentar von Georg Kater (SPD). Er regte an, auch das Thema Fahrradladestationen im Blick zu behalten. Meinolf Topphoff (CDU) nannte dies einen wichtigen Schritt auch im Hinblick auf das touristische Konzept am See. Heiner Brockhaus (UWG) sagte, dass besonders Menschen mit Gehbehinderung auf Elektromobilität angewiesen seien, wenn sie das Areal am Speichersee erleben möchten.

Hanenkamp wies auf weitere Neuerungen hin, die den Tourismus in der Gemeinde fördern. Er nannte das Fietsknotenpunktsystem im Naturpark Moor, dem jetzt ein ähnliches System für Wanderer folgen soll. Neue Radtouren- und Gebietskarten machen auf die Attraktionen im Gemeindegebiet aufmerksam. Sie werden durch ein aktualisiertes Gastgeberverzeichnis ergänzt.


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